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Welcher taumelnde Boxer richtet sich wieder auf?

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Von: Tobias Konrad

Bildergalerie vom Hessenligaspiel SV Steinbach gegen SV Adler Weidenhausen
Jannis Kehl (schwarz) droht dem SV Steinbach auszufallen, während Fabian Assmann mit dem SV Adler Weidenhausen die Niederlagenserie in der Hessenliga stoppen möchte. © Mediennetzwerk Osthessen/Bernd Vogt

Mit Niederlagen umzugehen haben der SV Adler Weidenhausen und der SV Neuhof in der Hessenliga zuletzt gelernt. Beide Teams sind wie zwei taumelnde Boxer, die im direkten Duell am Samstag (16 Uhr) die Pleitenserie beenden wollen.

Acht Niederlagen in Folge, in denen 29 Gegentreffer eingesteckt werden mussten. Wer es zuletzt mit den Adlern aus Weidenhausen hielt, musste viele Schläge einstecken. Bestes Beispiel war das 2:6 in der Vorwoche beim FSV Fernwald, als eine 2:0-Führung verspielt wurde. Teils zu einfache Gegentore musste Weidenhausen zuletzt hinnehmen. Der SV Neuhof kann davon ein Lied singen, steht der SVN derzeit bei vier Niederlagen in Serie. Und diese haben den Kali-Kickern sehr zugefügt. Mit Dietkirchen, Hadamar und Griesheim unterlag die Elf von Alexander Bär drei Teams aus dem unteren Tabellendrittel. Gelingt nun gegen einen weiteren Abstiegskandidaten der Befreiungsschlag?

Richtungsweisendes Kellerduell zwischen SV Adler Weidenhausen und SV Neuhof in der Hessenliga

Geht es nach Stefan Stederoth, Fußball-Abteilungsleiter der Adler aus Weidenhausen, tritt der Fall nicht ein. „Die 90 Minuten sind für beide ungemein wichtig. Ein Erfolgserlebnis muss her. Die acht Pleiten haben an unserem Gemüt gezehrt“, sagt Stederoth.

Weidenhausen war in den vergangenen Wochen oft von personellen Rückschlägen geplagt. Nicht vollends fitte Spieler wurden ins kalte Wasser geworfen. Doch allein daran macht Stederoth den negativen Lauf nicht fest: „Nach dem ersten Nackenschlag kassieren wir zu schnell den zweiten, wie beispielsweise beim 0:4 in Steinbach. Die ersten 20 Minuten waren in Ordnung, dann fällt das 0:1 und direkt hinterher das 0:2.“ Durch die Rückschläge habe sich innerhalb der Mannschaft jedoch nichts verändert. „Wir sind gefestigt und wussten, dass eine solche Phase kommen wird. Gegen Neuhof besinnen wir uns wieder auf den Kampf und wollen einfachen Fußball spielen“, schildert Stederoth das mögliche Erfolgsrezept.

Personelle Lage beim SV Steinbach entspannt sich nicht

Nach dem 4:2 unter der Woche gegen Türk Gücü Friedberg hat der SV Steinbach am Samstag (15 Uhr) das nächste Heimspiel vor der Brust. Mit RW Walldorf stellt sich das nächste Spitzenteam im Mühlengrund vor, die Brust beim SVS dürfte nach der starken Vorstellung am Mittwoch allerdings breit sein. „Die Leistung ist der Maßstab für das Walldorf-Spiel. Wir haben gezeigt, welch guten Fußball wir spielen können. So darf es weitergehen“, sagte Trainer Petr Paliatka im Nachgang. Dass Walldorf als Kunstrasenmannschaft anreist, sieht der SVS-Coach nicht als Vorteil. „Wir mögen gute Plätze mehr und wollen Fußball spielen. Zudem hat Walldorf auswärts genug Zähler gesammelt. Wichtig ist, wieder die passende Einstellung zu bringen.“

Personell entspannt sich die Lage kaum. Am Mittwoch saßen drei Feldspieler auf der Bank. Besserung ist nicht in Sicht, da Jannis Kehl mit Wadenproblemen raus musste. Michael Wiegand kehrt dafür zurück. Vor allem in der Abwehrkette drückt der Schuh. „Lukas Hildenbrand hat sich das Kreuzband gedehnt, Tom Wiegand einen Fersensporn und Sebastian Bott Rückenbeschwerden. Zudem plagt Philipp Prokopenko eine Schambeinentzündung. Alle müssen sich richtig auskurieren“, sagt Paliatka.

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