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„Wir stehen hinter Dippel“

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Von: Ralph Kraus

Wolfgang Dippel Beiratsmitglied SG Barockstadt
Wolfgang Dippel machte seinem Ärger Luft © Charlie Rolff

Die Meinung der Trainer rückte nach dem Hessenliga-Aufstiegsspiel zwischen der SG Barockstadt und dem FC Eddersheim in den Hintergrund. Mehr sorgte die Halbzeitansprache von Beiratsmitglied Wolfgang Dippel für Gesprächsstoff.

Zur Pause hatte sich Dippel vor 900 Zuschauern das Mikrofon des Stadionsprechers gegriffen und legte los. „Ich bin ein Befürworter der Fusion. Die Zuschauer müssen die Mannschaft unterstützen, aber ich fühle mich hier wie im Altenheim. Wir haben einen guten Trainer und eine gute Mannschaft. Fresst und sauft nicht so viel, sondern unterstützt lieber die Mannschaft“, donnerte es über die Lautsprecher.

Volker Bagus, Vorstandskollege von Dippel und die „Stimme“ der SG Barockstadt auf den anschließenden Pressekonferenzen, gab sich später auf Nachfrage bedeckt. „Ich werde jetzt hier nicht über Wolfgang Dippel herfallen. Er hat alles erreicht, leistet sehr viel für den Verein. Von daher werde ich ihn jetzt hier nicht in Frage stellen. Vielleicht müssen wir das aufarbeiten, aber ich persönlich habe die Ansage überhaupt nicht gehört“, so sein offizielles Statement.

Wir stehen hinter Wolfgang Dippel.

Martin Geisendörfer, Vorstandskollege von Dippel

Martin Geisendörfer wurde deutlicher: „Als Beiratsmitglied gehört es sich nicht in der Halbzeit über Mikrofon eine solche Ansprache zu halten. Ich fand das nicht in Ordnung und wir werden auch garantiert darüber diskutieren. Aber ansonsten stehen wir hinter Wolfgang Dippel.“

Was das Spiel anging, so war die Stimmung im Lager der Eddersheimer eine Mischung aus sich ärgern über die vergebenen Siegchancen und ganz viel Stolz. „In Summe war das eine super Leistung von uns. Wir hätten den Sieg verdient gehabt, aber das einzige Manko war die Chancenverwertung. Für Eddersheim war das ein phantastischer Auftritt“, sagte FCE-Coach Christian Lüllig.

Sein Gegenüber Sedat Gören stimmte Lüllig weitgehend zu, „aber auch wir hätten den Lucky-Punch setzen können. Es wird Woche für Woche jetzt solch enge Spiele geben. Leider haben wir diesmal im Zentrum nicht funktioniert. Da hatten wir keine Verbindung zwischen der Offensive und der Defensive. Wir hatten zu viel Stress im Spiel.“

Kommt noch ein Neuzugang für die Zentrale?

Indes deutete Volker Bagus an, dass die Barockstadt bemüht ist nochmals personell nachzulegen. „Eventuell werden wir von Vorstandsseite noch mal probieren in der zentralen Position zu agieren. Wir sind alle bemüht. Wir sind dran.

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