Bebras Torjäger im Interview

15.12.2017

Bekim Mustafi: „Bei uns stimmt die Mischung“

Bekim Mustafi, Cousin des Weltmeisters Skhodran Mustafi und aktuell Stürmer der FSG Bebra, führt mit 16 Treffern die Torjägerliste in der Kreisoberliga Nord an. Wir haben mit ihm über seine Saisonziele, den Titelkampf in der Liga und die Mischung aus Jung und Alt gesprochen.

13 Spiele, 16 Tore, dazu Platz drei – kannst du dir erklären, warum es aktuell mit der FSG Bebra so gut läuft?

Wir haben eine gute Mannschaft und eine passende Mischung aus älteren und jüngeren Spielern. Wir arbeiten alle viel füreinander, insgesamt ist alles stimmig. Die Trainingsbeteiligung könnte zwar besser sein, aber wir wollen mal nicht klagen. Die Schmidt-Brüder und Martin Silbermann bringen die nötige Erfahrung und Qualität mit, unsere Offensive ist auch gut besetzt. Dass es für mich persönlich so gut läuft, überrascht mich auch ein bisschen, aber manchmal funktioniert es einfach.

Hinter der SG Hessen/Spvgg. Hersfeld und dem ESV Hönebach hat sich Bebra mittlerweile auf Rang drei festgesetzt. Könnt ihr den beiden Liga-Favoriten das Leben schwermachen und eventuell sogar an die Tür zur Gruppenliga klopfen?

Wir sind erst einmal zufrieden, dass es bisher so gut gelaufen ist. Wenn wir etwas stabiler wären und vielleicht eine höhere Trainingsbeteiligung hätten, wäre vielleicht auch etwas mehr möglich. Die Hessen sind sehr gut aufgestellt, mit denen brauchen wir uns nicht messen. Wir können sie vielleicht ärgern, aber die Breite im Kader ist in dieser Liga einzigartig. Danach sehe ich uns aber schon konkurrenzfähig.

Wer sind neben dir die wichtigsten Spieler in der Mannschaft? Welche Art von Fußball möchte Trainer Andreas Gleim von euch sehen?

Martin Silbermann, der früher in Weidenhausen Verbandsliga gespielt hat, ist ein ganz wichtiger Mann für uns. Durch seine immense Erfahrung hilft er uns extrem weiter. Die beiden Schmidt-Brüder sind genauso wichtig und sorgen für ein gutes Klima in der Mannschaft, von der die jungen Spieler in der Mannschaft profitieren. Unser Trainer möchte dafür sorgen, dass wir unsere Stärken in der Offensive zum Tragen bringen können. Wir spielen häufig mit einem Dreiersturm und verstecken uns nicht. Sein Credo ist „Angriff ist die beste Verteidigung“, deswegen greifen wir unsere Gegner auch früh an.

Was war vor der Saison das ausgegebene Ziel deiner Mannschaft? Muss man das jetzt eventuell nach oben korrigieren?

Wir wollten oben mitspielen, unter die ersten Fünf kommen und das läuft aktuell auch ganz gut. Die Aufstiegsrunde zu spielen wäre natürlich schon toll, aber so viel Stress machen wir uns nicht. Aktuell freuen wir uns einfach, dass wir dort oben stehen – wenn der Verein irgendwann darauf vorbereitet ist, kann man vielleicht auch höhere Ziele ins Auge fassen.

In der vergangenen Saison hast du 19 Tore erzielt, diese Spielzeit sind es bereits deren 16. Entwickelst du dich jetzt, je älter du wirst, noch zum Torjäger?

Ich war in meiner Karriere lange Zeit Außenbahnspieler, in Bebra kann ich jetzt in der Sturmspitze spielen. Ich profitiere von meinen Mitspielern, die mir den Rücken freihalten, wie zum Beispiel Martin Silbermann. So kann ich mich ganz auf meine Aufgabe konzentrieren, Tore zu schießen. Aber insgesamt ist das natürlich schon der Verdienst der Mannschaft.

Hast du dir eine Marke gesetzt, wie viele Tore du in dieser Saison erzielen möchtest?

Nein, ich habe keine Marke vor Augen. Ich schaue von Spiel zu Spiel und hoffe, dass ich verletzungsfrei bleiben kann. Meine Sprunggelenke, mit denen ich lange Zeit Probleme hatte, sind momentan aber belastbar, deswegen will ich es genießen.

Nach vier Jahren beim SVA Bad Hersfeld bist du im Sommer 2016 nach Bebra gewechselt. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Was macht die FSG Bebra für dich aus?

Bebra ist mein Heimatverein, ich lebe hier und kenne hier alle Leute, die am Fußballplatz stehen. Ich spiele gerne dort, wo ich aufgewachsen bin. Nach Asbach kam dann keine andere Option mehr in Frage. Durch meine Verletzungsprobleme konnte ich ja dann nicht mehr regelmäßig trainieren, weil ich mich damals auch in der Baubranche selbstständig gemacht hatte. Den Aufwand, den man für das Spielen in höheren Klassen braucht, konnte ich nicht mehr leisten. Daher war die Rückkehr zu meinem Jugendverein der logische Schritt.

Autor: Arne Steinberg

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