Wohin geht der Blick von Viktor Ruppel in der Zukunft? Foto: Christian Halling
Freitag, 21.02.2020, 17:00 Uhr

A-Liga Fulda/Rhön: Mr. Gersfeld – Viktor Ruppel – hört auf

Die Arbeit als Chauffeur ruft

Aufstieg, Abstieg, A-Liga oder Kreisoberliga: Die SKG Gersfeld und Viktor Ruppel gehören einfach zusammen. Nach neun Jahren als Trainer ist aber für den 37-Jährigen Schluss. Auf den Familienvater kommen zukünftig andere Aufgaben zu.

„Naja ich bin mittlerweile 37 Jahre alt, habe zwei Kinder, die jetzt mit dem Fußballspielen anfangen und durch die Gegend gefahren werden wollen“, entgegnet der Spielertrainer auf die Frage, warum er den Entschluss gefasst habe. Ruppel, der in Gersfeld wohnt, hat bereits vor der Saison dem Verein mitgeteilt, nach der Spielzeit seine Schuhe an den Nagel zu hängen. Es sei Zeit runterzufahren.

Sich vollends vom runden Leder kann sich der 37-Jährige aber nicht trennen. Ab Sommer wolle er bei den Alten Herren mitspielen und forciert die Arbeit im Jugendfußball an. „Einen genauen Plan habe ich aber noch nicht.“
Besonders in Erinnerung bleibt dem Spielertrainer das Jahr 2013, in dem Gersfeld über die Relegation in die Kreisoberliga aufgestiegen ist. „Wir haben 2:1 in Herolz gewonnen. Solche Spiele bleiben einfach im Gedächtnis.“ Das Beste in seinen neun Jahren sei aber der Zusammenhalt und das Mannschaftsgefüge gewesen, lobt Ruppel.

Schlimme Erfahrungen habe er aus diesem Grund in seiner sportlichen Heimat nicht machen müssen. „Selbst nach dem Abstieg in 2017 haben wir Geschlossenheit symbolisiert.“ Ein besonderer Dank gelte bei allen Höhen und Tiefen seinem Co-Trainer Philip Grösch, der Ruppel in der Vergangenheit stark unterstützt habe.

In den vergangenen Jahren musste Ruppel allerdings die Erfahrung machen, dass sich der Fußball verändert hat. Auch er als Trainer musste sich dementsprechend anpassen. „Als ich mit dem Fußballspielen angefangen habe wurde der dieser mehr gelebt. Da war noch eine ganz andere Mentalität vorhanden“, erklärt der Verteidiger. Heute seien andere Dinge wichtiger, worauf der Trainer Rücksicht nehmen müsse.

Aktuell trennen Gersfeld sechs Zähler vom Ligaprimus Ehrenberg II. „Wir sind in Schlagweite, gehen aber entspannt in die Rückrunde. Es wäre schön, wenn wir noch zwei oder drei Plätze gutmachen. Das Ziel Aufstieg oder Relegation haben wir aber nicht“, erklärt Ruppel. Dennoch muss dieser zugeben, dass er eine Relegation wie im Jahr 2013 zum Abschluss gerne mitnehmen würde.

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