Tim Mulfinger äußert sich über die Zukunft bei der SG Kressenbach/Ulmbach. Foto: Torgranate
Donnerstag, 23.01.2020, 21:02 Uhr

Kreisoberliga Süd: Tim Mulfinger mit der SG Kressenbach/Ulmbach auf Kurs

"Entwicklung schreitet enorm voran"

Kürzlich hat die SG Kressenbach/Ulmbach die Vertragsverlängerung mit Spielertrainer Tim Mulfinger (33) bekannt gegeben. Wir haben uns mit dem ehemaligen Sodener über die Hintergründe, aber auch über die Perspektiven unterhalten, die er bei der Spielgemeinschaft sieht.

Du gehst in deine vierte Saison. Was hat den Ausschlag gegeben für deine erneute Zusage?

Es gibt innerhalb der sportlichen Führung um Siggi Lotz und Karsten Jäger ein sehr starkes und produktives Vertrauensverhältnis. Wir haben in den letzten zweieinhalb Jahren die Entwicklung der Mannschaft enorm voran getrieben. Die Zusammenarbeit mit der Mannschaft macht mir Spaß und ich denke, dass viele Spieler noch nicht am Ende sind. Ich möchte diese Spieler weiterhin führen und begleiten.

Gab es auch andere Angebote, womöglich sogar Wechselgedanken?

Es gab Anfragen, aber keine Gespräche. Für mich lag der Fokus auf Kressenbach/Ulmbach. Dennoch gab es für mich Dinge, die innerhalb der Vereine verbesserungswürdig sind. Mir war es wichtig, in den Gesprächen darauf hinzuweisen, dass die Bedingungen, unter denen die beiden Mannschaften trainieren, verbessert werden müssen. Hier sind die Vereine gefordert. Man hat mir zugesichert, dass man sich hier bewegt. Ich denke, dass das ein wichtiger Faktor ist, um die Mannschaft dauerhaft auf diesem sportlichen Niveau zu etablieren.

Ihr seid Tabellenführer, aber Gundhelm/Hutten hat noch zwei Nachholspiele und kann vorbeiziehen. Gibt es einen Zweikampf oder können vielleicht sogar Huttengrund und Rückers noch eingreifen?

Gundhelm/Hutten ist der große Favorit. Sollten sie patzen, müssen wir versuchen da zu sein. Huttengrund und Rückers haben tolle Teams und sind immer gefährlich. Beide hatten eine Schwächephase, die sie zurückgeworfen haben. Für uns ist wichtig, dass wir jetzt in der Vorbereitung die Basis dafür legen, um einen ähnlichen Punkteschnitt wie im vergangenen Jahr zu erreichen. Ich nehme meine Spieler da in die Pflicht. Es liegt also nur an uns, ob wir sie auf die Distanz halten können oder ob uns vielleicht der ganz große Wurf gelingt.

Am 17. Mai steht das Spiel bei Gundhelm/Hutten an. Wird das der große Showdown?

Das kann heute noch keiner vorhersehen. Bis dahin sind es für uns neun Spiele, für Gundhelm/Hutten sogar elf Spiele. Es ist also alles möglich.

Ihr seid 15 Spiele ungeschlagen. Was macht die Mannschaft im Moment aus?

Wir spielen in verschiedenen Formationen vergleichsweise sehr konstant. Im Gegensatz zur vergangenen Saison haben wir es nochmal geschafft, unser Spiel positiv zu verändern. Die Spieler sind offen und gehen diese Veränderungen auch mit. Innerhalb der Mannschaft herrscht einen guter Spirit, bei dem sich der Einzelne dem Erfolg der Mannschaft unterordnet. Für mich ist das die Basis, um als Mannschaft im Wochenrhythmus Punkte zu holen.

Im Vorjahr seid ihr in der Aufstiegsrunde gescheitert. Was habt ihr für Lehren daraus gezogen?

Gescheitert ist für mich der falsche Begriff. Natürlich haben wir uns als Mannschaft geärgert und man muss auch ehrlich sagen, dass mehr drin war - auch in der Saison. Das änderte aber nichts an der Tatsache, dass es eine super Saison war. Es waren tolle Spiele vor toller Kulisse. Für viele waren es die größten Spiele ihrer Laufbahn und es kann natürlich ein Anreiz sein, darauf hinzuarbeiten, solche Spiele erneut zu erleben. Wir können die Vergangenheit nicht mehr verändern, nur die Zukunft und die Spiele, die vor uns liegen. Wir haben innerhalb der Mannschaft viel darüber gesprochen und diese Erfahrung begleitet uns nun schon die ganze Runde. Mich persönlich treibt sie auch an. Ich bin davon überzeugt, dass es uns helfen wird, wenn wir in eine vergleichbare Situation geraten.

Was hat sich in der Winterpause bei euch getan und/oder tut sich noch etwas bei euch?

Mit Torwart Janik Gärtner und Avdo Hajdarevic haben uns zwei Spieler verlassen. Janik möchte es gerne woanders versuchen. Er hat Verwandtschaft in Veitsteinbach. Ich hätte ihn gerne gehalten und wir hoffen natürlich, dass er eines Tages zurück kommt. Avdo ist in den Kreis Friedberg gewechselt. Aus meiner Sicht bestand aber kein Bedarf, neue Spieler zu verpflichten - und der Wintertransfermarkt ist ohnehin schwierig. Spieler wie Rohatsch, Friese, Schäddel und Malcherek stoßen wieder in den Kader. Sie waren länger verletzt und stehen jetzt wieder zur Verfügung. Gleichzeitig werden wir perspektivisch versuchen, unsere A-Jugendspieler an unseren Trainingsbetrieb heranzuführen.

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