Auch Bünyamin Mat (links) ist auf dem Absprung: Den Mittelfeldspieler zieht es offenbar zum Gelnhäuser Kreisoberligisten FC Germania Wächtersbach. Foto: Charlie Rolff
Freitag, 03.04.2020, 07:02 Uhr

Gruppenliga: Auch die Schneiders und Mat weg / Hohmann: Klinke mich ein

Exodus von der Auwiese

Der Aderlass bei der SG Schlüchtern/Elm geht weiter. Immer mehr Spieler verlassen den vom Abstieg bedrohten Fußball-Gruppenligisten.

Den Anfang im Exodus von der Auwiese machte noch in der Hinrunde der langjährige Abwehrspieler Jochen Eurich, der verletzungsbedingt zuletzt als Co-Trainer fungierte und zur neuen Saison als Trainer bei A-Ligist SV Niederzell anheuert. Es folgte nach nur wenigen Wochen der Zusammenarbeit die überraschende Trennung von Eurichs Nachfolger Daniel Reith, der überdies vor allem als Sportlicher Leiter vorgesehen war. Die Ursachen: atmosphärische Störungen zwischen Reith und Schlüchterns Abteilungsleiter Marco Schlichting auf der einen Seite sowie der Umstand, dass Reith sich in der Frage der sportlichen Ausrichtung der SG als Opfer widerstreitender Lager sah.

Schmerzlich für den in 16 Ligaspielen nur dreimal siegreichen Viertletzten ist nun vor allem der Abgang etlicher Spieler, darunter Leistungsträger wie der zweikampfstarke Außenverteidiger Bilal Qamar und Mittelfeldallrounder Nikola Kostadinov, die sich Ligakonkurrent TSV Künzell anschließen. Der vom geschassten Reith an die Auwiese gelotste Offensivmann David Peli wechselt zum Verbandsligisten SG Barockstadt II, Mittelfeldspieler Osman Nayir zum SV Niederzell. Auch die Brüder Eike (zieht nach Mittelhessen) und Ole Schneider (SV Fischborn) treten künftig nicht mehr für ihren Heimatverein gegen den Ball. Der defensive Mittelfeldspieler Bünyamin Mat steht unmittelbar davor, dem Gelnhäuser Kreisoberligisten FC Germania Wächtersbach zuzusagen.

Und auch die ganz besonders dicken Fische dürften der SG womöglich davonschwimmen: So steht dem Vernehmen nach der ehemalige Fliedener Hessenligaspieler Gideon Betz auf dem Wunschzettel des Verbandsligisten SG Bad Soden, während nach dem SG-Torschützenkönig der Spielzeit 18/19, Mittelfeldallzweckwaffe Florian Reichler, der ambitionierte Verbandsligatopclub SV Flieden die Fühler ausgestreckt haben soll.

Den ehemaligen Fußball-Abteilungsleiter der SG, Michael Hohmann, „betrübt es sehr, dass auch Spieler gehen, die schon jahrelang bei uns sind, das tut mir in der Seele weh. Ich habe noch nicht mit allen sprechen können und würde gerne einmal wissen, was da schiefgelaufen ist.“ Solange Daniel Reith die Fäden zog, habe er sich aus dem operativen Geschäft der Mannschaftsplanung zurückgezogen. Jetzt kündigt Hohmann an: „Ich werde mich wieder vermehrt einklinken. Auf jeden Fall müssen wir noch zwei, drei wirklich Gute holen.“ / oi

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