Tuna Moaremoglu schaltet einen Gang runter. Seinen Platz in der Verbandsligaelf räumt der Sechser und wird Spielertrainer bei der Reserve der Sprudelkicker in der Kreisoberliga. Foto: Charlie Rolff
Montag, 06.04.2020, 10:05 Uhr

Kreisoberliga Süd: Sodener Urgestein über seinen Job als baldiger Reserve-Trainer

Moaremoglu: "Zeichen für andere"

Im Sommer soll Schluss sein mit dem überregionalen Fußball. Nach 292 Spielen im Trikot der ersten Mannschaft der SG Bad Soden rückt Tuna Moaremoglu ins zweite Glied, wird Spielertrainer bei der Reserve der Sprudelkicker und hat vor allem Lust, mit jungen Spielern zusammenzuarbeiten.

Im Herbst 2017 hatte der 34-Jährige bereits für sechs Wochen, nachdem Anton Römmich Trainer der Ersten wurde, interimistisch bei der Zweiten ausgeholfen. Klar war aber, dass es nur eine kurze Zeit werden würde. "Ich bin zum damaligen Zeitpunkt das erste Mal Vater geworden, habe ein Haus gebaut und wollte zudem nur als Spieler aktiv bleiben", sagt Moaremoglu, für den sich die Vorzeichen nun geändert haben: "Der Aufwand, Verbandsliga zu spielen, ist nun enorm hoch. Es hat sich deshalb die Aufgabe als Spielertrainer angeboten. Um ehrlich zu sein, kann ich mir das Spielertraineramt auch nur in Bad Soden vorstellen, weil ich die Strukturen, den Vorstand und den Verein kenne. Hier fühle ich mich mit meiner Familie pudelwohl."

Dass der defensive Mittelfeldspieler Angebote von anderen Vereinen ausschlug, war für ihn fast selbstverständlich, obwohl er vor kurzem zum zweiten Mal Vater geworden ist. "Ich weiß, was im am Verein habe. Wichtig ist mir, dass die Durchlässigkeit zwischen erster und zweiter Mannschaft gegeben ist. Mit Anton hab ich dabei den perfekten Ansprechpartner", lässt Moaremoglu verlauten. Für ihn sei das oberste Ziel, junge Spieler gewinnen zu können, die für eine gute Kreisoberligamannschaft sorgen sollen - und bestenfalls den Weg in die Verbandsliga gehen. "In der Vergangenheit gibt es auch Beispiele, dass wir aus der Jugend super Kicker bekommen. Ich denke da an Tim Paulowitsch, Ilir Memeti oder Jaron Krapf."

Für Moaremoglu selbst war es derweil ein Zeichen, dass die Verantwortlichen der Sprudelkicker auf ihn setzen. Als "besondere Angelegenheit" nennt er die kommende Aufgabe, weshalb es auf der einen Seite ein Zeichen für ihn ist, auf eine interne Lösung zu setzen, aber auf der anderen Seite auch ein Zeichen an andere. "Das zeigt, dass der Verein Vertrauen in die eigenen Leute hat", so der Routinier, der seit 2007 an der Bornwiese aktiv ist und noch einen Traum für die kommenden Monate offen hat: "Ich möchte die 300 Spiele noch schaffen. Deshalb hoffe ich, dass wir nochmal zum Zug kommen in dieser Saison. Ansonsten muss ich doch ein paar Partien oben aushelfen."

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