HSV fehlen neun Spieler

Vogt ist jedes Mal dabei

Da kann Jonas Ritze nur noch hinterherschauen: Bruchteile zuvor hatte Hünfelds Max Vogler aus kurzer Distanz abgezogen und lässt Bronnzells Keeper keine Chance. Foto: Charlie Rolff

Na, geht doch: Nach bislang überschaubaren Auftritten in der Vorbereitung, hat Hessenligist Hünfelder SV am Vormittag im „Frühschoppenspiel“ Gruppenligist Viktoria Bronnzell nicht den Hauch einer Chance gelassen.

Druckvoll, dominant, viele Torchancen, nur eine Halbchance durch den Ex-Hünfelder Marek Weber zugelassen. HSV-Trainer Johannes Helmke konnte mit dem Auftritt zufrieden sein – und war es auch. In den Tagen zuvor hatte er das Pensum reduziert. Nur zweimal voll trainiert und ansonsten viel regeneriert. „Es ist keine gewöhnliche Vorbereitung. Wir mussten den vielen kleineren Verletzungen entgegensteuern. Da hilft auch mal ein freier Tag oder eine lockere Einheit im Schwimmbad“, sagt Helmke – und sah, wie es ihm die merkbar frischen Spieler dankten.

Helmke selbst wollte nach dem Spiel, in dem ihm neun Mann fehlten, nicht allzu viele Rückschlüsse ziehen. Und doch deutet sich an, dass beispielsweise Andre Vogt eine neue Position gefunden habeen dürfte: In der Jugend bei Mainz 05 noch Mittelstürmer, später beim TSV Lehnerz und beim HSV meist Linksverteidiger, stellte ihn Helmke gegen Bronnzell als Rechtsaußen auf. Drei Torvorlagen, ein Treffer selbst – Vogt war stets mittendrin. „Unser Offensivspiel hat er deutlich belebt“, sagt Helmke, der auf Vogts vorheriger Position vielleicht auf Neuzugang Leon Zöll bauen könnte. Seinen guten Eindruck bestätigte er erneut, allerdings ist fraglich, wie er gegen gestandene Hessenliga-Stürmer zurechtkommen wird. Defensiv gefordert wurde er gegen Bronnzell nicht. Auch Noah Quanz nicht, dennoch zeigt der Dauerverletzte, warum der HSV so lange auf ihn setzte. Gegen Weber und Co. verteidigte er ganz solide.

Nicht rosig ist auf den ersten Blick die personelle Situation beim HSV, so fehlten aus dem 22er-Kader gleich neun Spieler. Doch gravierend ist das nicht: Etwas längere Pausen von rund vier Wochen müssen nur Alexander Reith (Innenbandzerrung im Knie) und Nils Wenzel (Muskelfaseriss im Oberschenkel) einlegen. Ins Lauftraining ist Steffen Witzel bereits wieder eingestiegen, bei dem es in der vergangenen Woche noch nach einer schwereren Knieverletzung aussah. Eine MRT-Untersuchung soll aber noch endgültige Gewissheit bringen. Zudem fehlten einige Spieler wegen Urlaub oder kleineren Wehwehchen.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Brunner – Schilling, Faulstich (46. Gadermann), Quanz, Zöll – Alles, Dücker – Vogt, Krieger (46. Sternstein), Fröhlich – Vogler.
Viktoria Bronnzell: Ritzel – Dinov, Breunung, Roman Weber – Wind (66. Kerfouf), Weiss (88. Ihrig), Hohmann, Marian Weber – Marek Weber, Horenkamp, Jordan (19. Sandner).
Schiedsrichter: Dominic Dylka (SG Kiebitzgrund).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Max Vogler (15.), 2:0 Andre Vogt (36.), 3:0 Max Vogler (37.), 4:0 Maximilian Fröhlich (64.).
Verschossener Foulelfmeter: Max Vogler (Hünfeld) scheitert an Jonas Ritzel (86.).

Kommentieren