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Bundesliga-Nachwuchs begeistert

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Hohes Tempo und rassige Duelle lieferten sich die Nachwuchsteams. Hier begegnen sich der 1. FC Köln (schwarz) und RB Leipzig. Fotos: Siggi Larbig
Hohes Tempo und rassige Duelle lieferten sich die Nachwuchsteams. Hier begegnen sich der 1. FC Köln (schwarz) und RB Leipzig. © Siggi Larbig

Große Clubs spielten am Samstag auf der Hünfelder Rhönkampfbahn vor. Der U13-Leistungsvergleich zwischen dem 1. FC Köln, VfB Stuttgart und RB Leipzig lockte über den Tag verteilt rund 250 Besucher an.

Der VfB Stuttgart, 1. FC Köln und RB Leipzig waren zu Gast auf der Hünfelder Rhönkampfbahn.
Der VfB Stuttgart, 1. FC Köln und RB Leipzig waren zu Gast auf der Hünfelder Rhönkampfbahn. © Der VfB Stuttgart, 1. FC Köln und RB Leipzig waren zu Gast auf der Hünfelder Rhönkampfbahn.

Hohes Tempo, rassige Duelle, technisch und taktisch sauberer Fußball. Trotz ihres jungen Alters zeigten die U13-Kicker, welche fußballerische Klasse sie bereits vorweisen können. Stets auf Augenhöhe verliefen die sechs Partien á 30 Minuten Spielzeit. In Hin- und Rückrunde duellierten sich die Teams, am Ende hatte Köln die Nase vorne und die Schiedsrichter Sebastian Dücker (SG Bad Soden) und David Altheide (Rasdorfer SC) keine Probleme mit den möglicherweise kommenden Stars. Doch von ergebnisorientiertem Fußball sind die Nachwuchsteams weit entfernt.

Die Entwicklung der Spielphilosophie steht an erster Stelle, ein Leistungsvergleich mit anderen Nachwuchsleistungszentren ist für die Vereine ungemein wichtig. Entsprechend waren die Trainer glücklich über das Zustandekommen in Hünfeld. Professionell wurde die Partien gefilmt. Der Dreiervergleich sollte eigentlich ein Vierervergleich sein. Eintracht Frankfurt musste jedoch aus terminlichen Gründen passen. "Das ist schade, da über die SGE-Verantwortlichen der Kontakt überhaupt erst zustande kam", sagt Michael Wingenfeld, Sportkoordinator beim Hünfelder SV, der die Austragung federführend möglich machte.

Zum einen spielte die zentrale Lage in Deutschland dem Standort in die Karten, zum anderen Wingenfelds Kontakte. Durch frühere Fußball-Camps in Hünfeld und verschiedene Trainingslager von Nachwuchsteams ist Wingenfeld gut vernetzt, entsprechend kam die Anfrage an ihn. "Wir stellen quasi die Sportanlage für das Event, während die Mannschaften alles andere selbst organisieren", schildert er. Wie zufrieden der Bundesliga-Nachwuchs war, zeigte sich im Feedback – der "Effzeh" brachte gar Gastgeschenke mit in die Zuse-Stadt.

Sich auf hohem Niveau messen und unter Drucksituation sich entwickeln sei mit das Wichtigste bei solchen Vergleichen, sagt VfB-Coach Marcel Pfeiffer. Die Schwaben, bei denen der gebürtige Fuldaer Max Lesser im Trainerstab der Profis arbeitet, sind in den Wintermonaten fast wöchentlich deutschlandweit unterwegs, um mit anderen NLZs den Leistungsstand abzurufen. "Normalerweise absolvieren wir diese in der Halle. Die Entwicklungsschritte sind dabei unglaublich. Da Corona die Hallenrunden verhindert, bemühen wir uns, dass die Vergleiche nun draußen stattfinden", sagt Pfeiffer. Wichtig sei im Nachwuchsbereich, eine einheitliche Philosophie zu etablieren. Diese ziehe sich durch alle U-Mannschaften durch. "Wir haben einen klaren Ausbildungsplan. Von der U11 bis zur U13 arbeiten wir im Grundlagenbereich, von der U14 bis zur U16 im Aufbaubereich und ab der U17 im Leistungsbereich. Hier zählen dann auch Ergebnisse, aber wichtig ist immer die spielerische Art und Weise", stellt Pfeiffer klar, dessen Team im Ligaalltag zwei Runden absolviert. Zum einen kickt der VfB im Kreis Württemberg, zum anderen gegen die NLZs aus dem südlichen Raum der Bundesrepublik.

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