Anton Römmich konnte fünf Tore bejubeln. Foto: Charlie Rolff
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Anton Römmich konnte fünf Tore bejubeln.

Das 1:5 stellt beide Trainer zufrieden

Die SG Bad Soden ist ihrer Favoritenrolle in der ersten Runde des Hessenpokals gerecht geworden. Der Schlüchterner Kreispokalsieger und Tabellenführer der Verbandsliga Nord kehrte mit einem standesgemäßen 5:1-Erfolg vom Gelnhäuser Pokalsieger, dem Kreisoberligisten TSV Höchst zurück.

„Die Jungs haben gemacht, was ich ihnen gesagt habe. Ich bin zufrieden“, stellte Höchst-Trainer Martin Bangert fest. Bad Sodens Trainer Anton Römmich, einst Spieler unter Ex-Soden-Coach Bangert, äußerte sich nach dem Pflichtsieg wohlwollend über die Leistung seiner Schützlinge und hatte „die Höchster viel giftiger erwartet. Wir haben das solide heruntergespielt, haben wenig zugelassen und waren geduldig. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft absolut zufrieden.“

Die SG Bad Soden begann in einer Zusammenstellung, die nicht als Vorlage für den Ligaalltag taugt. Asse wie Pospischil, Pezzoni, Fiorentino oder Kymlicka saßen auf der Bank, wurden eingewechselt oder kamen gar nicht erst zum Einsatz. Mit feiner Klinge dominierte Soden von Beginn an, spielte gefällig und hatte in einer über die Maßen fairen Begegnung lange Zeit in Angreifer Fernando Martinez Bizcocho ihren auffälligsten und gefährlichsten Spieler. Gute Höchster Abwehrarbeit, ein Torwart in Höchstform und der Pfosten verhinderten 59 Minuten lang einen Sodener Torerfolg, ehe Nils Becker mit einem Flipperball der im Zustandekommen eher glückliche Führungstreffer gelang.

Damit war der Bann gebrochen, der Widerstand bröckelte unter zunehmendem Druck langsam, aber sicher. Das schönste Tor erzielte Hamed Noori, der den Ball zum 0:2 mit dem linken Fuß ins linke Eck zirkelte. Der hochverdiente Ehrentreffer gelang Noah Münchrath (80.). Nur 60 Sekunden später hatte der bei Eintracht Frankfurt ausgebildete Janis Häuser (Ex-Aschaffenburg, Würzburger Kickers, Hessen Dreieich, Türk Gücü Friedberg) sogar das 2:3 auf dem Fuß, doch der 24-Jährige schoss knapp vorbei. Schon im Gegenzug war mit dem vierten Sodener Tor der Markt endgültig gehalten.

Die Statistik:

SG Bad Soden: Büchner; Noori, Blam, Huhn (64. Pospischil), Bizcocho, Adem, Neiter, Rintelmann (46. Pezzoni), Okyere (67. Demuth), Becker, Memeti.
Schiedsrichter: Dominik Roß (Lengfeld).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Nils Becker (59.), 0:2 Hamed Noori (75.), 0:3 Fernando Martinez Bizcocho (78.), 1:3 Noah Münchrath (80.), 1:4 Ilir Memeti (84.9, 1:5 Bizcocho (86.). / oi

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