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Ein Abschiedsspiel unter Trauzeugen

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Von: Tino Weingarten

Alexander Lembcke (links) und Heiko Rützel verbindet eine jahrelange Freundschaft
Alexander Lembcke (links) und Heiko Rützel verbindet eine jahrelange Freundschaft - weshalb beide ihr Abschiedsspiel gemeinsam austragen. © Charlie Rolff

Ein Abschied im Doppelpack: Heiko Rützel, mittlerweile im Vorstand des FC Eichenzell, und Alexander Lembcke, im letzten Jahr noch Spielertrainer der SG Dietershausen/Friesenhausen, werden ein gemeinsames Abschiedsspiel bestreiten.

Die Wege von Rützel und Lembcke haben sich schon immer gekreuzt: derselbe Jahrgang, dadurch in Auswahlmannschaften zusammengespielt, in der Jugend Duelle gegeneinander geliefert und schließlich beim RSV Petersberg eine Meisterschaft zusammen gefeiert - unter Kapitän Lembcke. „Für mich war es wichtig, ein Spiel mit ehemaligen Weggefährten und der Familie zu bekommen. Umso schöner ist es, gemeinsam mit Alex ein Abschiedsspiel zu haben“, sagt Rützel. (Lest auch: Bei Niederlage in Kassel: Eichenzell-Vorstand Rützel im Tor)

Abschiedsspiel im Doppelpack: Lembckes Frau brachte Idee ins Rollen

Die Familien sind befreundet, die beiden Protagonisten des Abschiedsspiels sowieso. Als Lembcke vor den Altar trat und seine Frau heiratete, war Rützel Trauzeuge. Das Eichenzeller Vorstandsmitglied beendete seine aktive Spielerlaufbahn bereits vor zwei Jahren, durch den Corona-Abbruch wurde ihm die Möglichkeit verwehrt, sein offiziell letztes Spiel zu bestreiten. Als in diesem Jahr Lembcke aus gesundheitlichen Gründen seine Laufbahn beendete, ging dessen Frau auf Rützel zu. Die Idee des gemeinsamen Abschiedsspiels entstand. „Ich habe mich mit ihm zusammengesetzt und wir haben uns dazu entschieden, das zu machen“, erläutert Rützel.

Besonders stolz ist Rützel darauf, während seiner aktiven Zeit als Spieler nur für drei Vereine gespielt zu haben. RSV Petersberg, FC Eichenzell und die SG Kerzell. „Ich bin nicht rumgewandert und hatte überall eine besondere Zeit“, betont Rützel, der neben der Meisterschaft beim RSV noch zwei mit der Britannia feierte, mit Kerzell zudem in die Gruppenliga aufstieg. Im entscheidenden Spiel gegen die SG Aulatal verletzte sich Rützel nach einem Tritt auf den Kopf am Ohr. „Das war eine unschöne Situation. Ich bin dann genäht worden und zwei Stunden später zur Aufstiegsfeier gekommen“, blickt Rützel zurück.

Ein Rückblick in alte Zeiten wird der Tag am Samstag - der um 15 Uhr am Sportplatz in Eichenzell starten soll - ebenso werden. Zahlreiche Zusagen gab es, so dass drei Teams gebildet werden, die im Jeder-gegen-Jeden-Modus aufeinander treffen. Ein Familientag soll es sein, sagt Rützel, der sich besonders darüber freut, dass sein Bruder, Schwager und Cousine mitspielen werden. Zudem werden unter anderem Zlatko Radic, Boris Aschenbrücker, Roman Schad und „Ede“ Vorndran die Schuhe schnüren.

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