Tim Dietz (l.) und die SG Huttengrund haben Schlüchtern aus dem Pokal gekegelt. Foto: Kevin Kremer
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Tim Dietz (l.) und die SG Huttengrund haben Schlüchtern aus dem Pokal gekegelt.

Elfmeter-Krimi in Sannerz, Schlüchtern raus

Während Gruppenligist Gundhelm/Hutten in die nächste Runde einzog, musste Ligakonkurrent und Vorjahresfinalist Schlüchtern gegen Kreisoberligist Huttengrund die Segel streichen. Dramatisch wurde es dagegen in Sannerz.

SG Huttengrund - SG Schlüchtern 2:0 (0:0)

Vor einer Woche verpasste Schlüchtern im Endspiel der Saison 20/21 gegen Bad Soden den ersten Pokaltriumph seit 1960; sieben Tage später war im Wettbewerb der Saison 21/22 bereits in der Runde der letzten sechzehn Schluss. Wie schon einmal vor wenigen Jahren musste der Gruppenligist sich beim Kreisoberligisten in Eckardroth beugen. „So kann man nicht spielen gegen einen lauffreudigen und aggressiven Gegner. Bei einigen hat die Einstellung nicht gestimmt. Die Niederlage ist verdient“, stellte Spielertrainer Marc Friedel fest.

Huttengrunds Coach Stefan Dietz freute sich über „eine sehr starke Teamleistung, aus der ich Wolf und Wehner noch hervorheben möchte. Und eigentlich hätten wir höher gewinnen müssen.“ Huttengrund besaß vor 100 Besuchern ein klares Chancenplus. Schon nach 90 Sekunden hatte Patrick Kalis das 1:0 auf dem Kopf, doch der Mittelstürmer köpfte frei vor dem leeren Tor nach Flanke von Niklas Dietz den Ball an den Pfosten.

Der Huttengrunder Kapitän war nicht nur in dieser Szene Antreiber und Initiator, auch im weiteren Spielverlauf ging Dietz mit einer starken kämpferischen Leistung voran. Der Spielführer war – nachdem er einige Chancen ausgelassen hatte – maßgeblich beteiligt am 1:0. Sein Bruder Philipp stürmte über links an die Grundlinie, die Hereingabe lief an Freund und Feind vorbei bis ans Strafraumeck, wo Niklas Dietz direkt in die Mitte schoss und der eingewechselte Julian Zuckrigl den Fuß so glücklich hineinhielt, dass SGS-Keeper Fabian Zarnack keine Abwehrchance blieb (74.). Erst dann raffte sich der bis dahin behäbige, harmlose und umständliche Gast auf, mehr als ein Lattenkopfball von Michael Drews sprang jedoch nicht heraus. Das 2:0 gelang Kalis per Strafstoß nach Foul von Aleksandar Vasilev an Niklas Dietz.

Tore: 1:0 Julian Zuckrigl (74.), 2:0 Patrick Kalis (84., Foulelfmeter).

SG Sterbfritz/Sannerz - SV Uttrichshausen 11:10 n.E. (2:2, 3:3).

Hochspannung pur auf dem Sportgelände in Sannerz: Nach überaus spannenden und ausgeglichenen 90 Spielminuten stand es gerechterweise 2:2, auch die Verlängerung brachte mit dem zwischenzeitlichen 3:3 keine Entscheidung. Pech für S/S-Neuzugang Manuel Nsowah, der in der 118. Spielminute noch einen Foulelfmeter über das Tor jagte. Nun musste das Elfmeterschießen entscheiden. Erst als der Uttrichshausener Julian Geiling vergab, war die Partie zu Gunsten der Platzherren mit 11:10 entschieden. Sannerz` Vorsitzender André Richter nach dem Spiel: „Ich bin fix und fertig. So etwas wie heute, das gibt es nicht alle Tage.“

Tore: 0:1 Kevin Lehmann (14.), 1:1 Ben Nebenführ (55.), 1:2 Kevin Lehmann (85.), 2:2 Manuel Nsowah (88.), 3:2 Phillip Müller (93.), 3:3 Florian Ertl (105.).

SG Gundhelm/Hutten - SV Marjoß 4:1 (3:1).

Die Überraschung in der Partie des gastgebenden Gruppenligisten gegen den drei Klassen tiefer angesiedelten B-Ligisten aus Marjoß blieb aus. „Wir gingen erhobenen Hauptes vom Platz und haben uns teuer verkauft“, kommentierte Marjoß` Obmann Holger Schulteis nach der Partie. Marjoß` Keeper Niklas Kultermann sei es zu verdanken gewesen, dass der Sieg der Balz-Schützlinge nicht noch höher ausgefallen sei.