Marius Eurich (Bildmitte) wurde von Kreisfußballwart Erhard Zink (links) und Andreas Och geehrt. Fotos: privat
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Marius Eurich (Bildmitte) wurde von Kreisfußballwart Erhard Zink (links) und Andreas Och geehrt.

Eurich in den „Club 100“ berufen

Der Kreisfußballausschuss Lauterbach/Hünfeld hat seine Ehrenämtler gehuldigt: Marius Eurich ist Kreissieger, Jannik Zettl der Fußballheld. Der Kreisehrenamtsbeauftrage Andreas Och (Burghaun) gratulierte beiden in den vergangenen Tagen.

Der FSG Vogelsberg geht es offensichtlich gut: Kürzlich hat die Spielgemeinschaft aus dem Kreis Lauterbach/Hünfeld eine dritte Mannschaft gemeldet, die sich gleich mal anschiebt, die C-Liga-Meisterschaft zu sichern. Und dies schafft der Verein vor allem dank einer exzellenten Nachwuchsarbeit. Eine wichtige Säule für diese Entwicklung ist Marius Eurich. Der C-Lizenz-Inhaber engagiert sich seit vielen Jahren als Jugendtrainer und coacht derzeit die A- und B-Junioren der JSG Vogelsberg.

Doch das ist nicht alles, was Eurich für die JSG, die FSG und seinen Stammverein SC Lanzenhain leistet. Er verwaltet das Vereinsheim, ist stellvertretender Fußballabteilungsleiter, Organisationstalent und Sportlicher Leiter der Spielgemeinschaft mit drei Seniorenteams. „Fußball vereint für mich Teamgeist, Leidenschaft, Freundschaft und Spaß“, sagt er und opfert seine Freizeit gerne. Sein Wunsch ist, dass es mehr Menschen wie ihn gibt. Das Ehrenamt ist vom Aussterben bedroht, selbst in der A-Liga ginge es schon um zu viel Geld. Er hat sich in 16 Jahren aktiver Vereinsarbeit nie finanziell bereichert. Wie Arbeit fühlt sich das zeitintensive Hobby beinahe nie an. Nun wird das vom Verband honoriert: Kreisehrenamtssieger und im erlesenen Kreis des „Club 100“. Eine besondere Wertschätzung, die nur wenigen hessischen Kreissiegern zuteilwird.

Och blutet das Herz

Jannik Zettl wurde im Kreise seiner Spieler geehrt.

Neben seinem Beruf im Teiledienst eines Autohauses opfert der 34-Jährige fast jede freie Minute dem Ehrenamt – nun fast schon sein halbes Leben. Und hat er mal etwas Zeit – wie zuletzt in der Corona-Zeit – kümmert er sich noch um seinen Körper. Fast 60 Kilogramm hat er in weniger als einem Jahr abgenommen. Er ist das unverkennbare Gesicht der Spielgemeinschaft – nun eben in einer deutlich schlankeren Version.

„Fußballheld“ wurde hingegen ein Haunetaler: Jannik Zettl engagiert sich über die Maßen für die Nachwuchsarbeit im JFV Burghaun-Haunetal, in der der 23-Jährige derzeit mit Herzblut die C-Junioren trainiert. Der Holzheimer spielt parallel im Seniorenteam des Kreisoberligisten SG Haunetal und wurde von Och im Training überrascht, als er die Urkunde des Hessischen Fußball-Verbandes und ein kleines Präsent überreicht bekam. Ihm winkt allerdings noch eine größere Reise mit allen Fußballhelden Hessens. „Eine tolle Wertschätzung“, sagte er im Kreise seiner Nachwuchsspieler.

Andreas Och blutet das Herz, dass die Verleihung in diesem Jahr anders verlaufen musste: „Normalerweise organisieren wir mit der Lauterbacher Brauerei stets einen würdigen Abend mit essen, trinken und vielen warmen Worten. Diesmal aber ging das pandemiebedingt nicht. Besonders schade ist das, weil wir in diesem Jahr hessenweit die meisten Bewerbungen beim Ehrenamtspreis hatten und wie immer alle Kandidaten einladen wollten. Ich hoffe jetzt, dass wir in kleinerem Rahmen zumindest noch einmal Marius, Jannik und unsere Sponsoren zum Essen einladen können“, erklärt Och, der dieser Tage zu allen Nominierten reist und ihnen kleine Präsente überreicht, die die Burghauner Firma „Element Six“ zur Verfügung gestellt hat.

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