Der Blick von Neuhofs Akif Kovac (links, im Duell mit Johannesbergs Niklas Zeller) geht heute in Richtung des Fuldaer Kreispokals. Foto: Tobias Konrad
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Der Blick von Neuhofs Akif Kovac (links, im Duell mit Johannesbergs Niklas Zeller) geht heute in Richtung des Fuldaer Kreispokals.

"Fußballer sind Psychos"

Wer darf sich nach dem SV Steinbach (Lauterbach/Hünfeld), der SG Bad Soden (Schlüchtern) und der SG Niederaula/Kerspenhausen (Hersfeld/Rotenburg) zum Kreispokalsieger der Saison 2020/2021 in Fulda küren? Die SG Barockstadt und der SV Neuhof spielen den Cup heute (18.30 Uhr) in Lehnerz aus.

Die sportliche Relevanz des Aufeinandertreffens – nicht die allergrößte. Beide Teams sind bereits für den Hessenpokal qualifiziert. Entsprechend geht es in erster Linie darum, sich die Laune vor dem Saisonauftakt in der Hessenliga am Wochenende nicht zu vermiesen. Oder aber man nutzt die Partie, um die Laune wieder aufzuhübschen. Wie etwa der SV Neuhof. Am Samstag noch gab es ein 3:4 beim Verbandsligisten SC Hanau. Trainer Alexander Bär wurmt das Ergebnis und viel mehr das Auftreten seiner Mannschaft. Schwach war's, sagt Bär, der körperliche Defizite bei seinen Spielern feststellte. Die Erklärung dafür? "Wir haben zuvor viel im Schnellkraftbereich gearbeitet. Dadurch sind die Jungs wohl in ein Loch gerutscht. Dass das eine Woche vor Punktspielstart der Fall ist, ist ungünstig", erläutert der Trainer.

Die ganz hohe Bedeutung schenkt der 50-Jährige dem Spiel heute zwar nicht, allerdings könne der SVN daraus noch mal einen Schub mitnehmen, sollte die Mannschaft einen grundsoliden Auftritt hinlegen. "Wir spielen gegen das bestaufgestellte Team der Region. Es ist ein Test auf einem hohen Level. Die Spieler werden gefordert. Und motiviert werden sie auch sein. Im Unterbewusstsein ist immer drin, um was es geht. Ein Kreispokalfinale ist etwas anderes als ein Gemeindepokalspiel oder ein Testspiel. Genauso wie drin ist, ob man auf einem Gummiplatz oder auf einem guten Rasen spielt. Oder ob die guten oder schlechten Trikots bereitliegen. Fußballer sind Psychos", sagt Bär. Ihm sei das Ergebnis jedenfalls zweitrangig, sofern er Dinge erkenne, die für den Auftakt einige Tage darauf gegen Fernwald zu gebrauchen sind.

Von seiner besseren Seite möchte sich sicherlich – wie die gesamte Vorbereitung – die SGB präsentieren, das 4:1 gegen Walldorf am Wochenende zeigte, dass die Fulda-Lehnerzer auf den Punkt da sind. Die Mienen beim Meisterschaftsfavoriten sind mehr als zufriedengestellt. Inwiefern Trainer Sedat Gören vor dem Start gegen Flieden rotieren wird, bleibt offen. Sein Kader ist allemal groß genug, Samstag fehlten verletzungsbedingt nur Dennis Müller, Jan Vogel und Kevin Hillmann.

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