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Gegen Eintracht Frankfurt: Drei Minuten führte Wölf sogar

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Von: Johannes Götze

Stars zum Anfassen: Das Spiel der Traditionself von Eintracht Frankfurt beim SV Wölf wurde ein Fußballfest.
Stars zum Anfassen: Das Spiel der Traditionself von Eintracht Frankfurt beim SV Wölf wurde ein Fußballfest. © Jonas Wenzel

Was für ein Fest: Die Traditionself der Frankfurter Eintracht gab sich beim Gastspiel in Wölf nicht nur torhungrig, sondern vor allem volksnah. Am Ende gewann die SGE mit 15:3 (5:3) gegen die Alten Herren des SV Wölf.

Immerhin drei Minuten durfte der SV Wölf gegen die Eintracht das Gefühl einer Führung genießen. Denn: zuerst hielt Keeper Tobias Nophut zweimal sensationell gegen Patrick Ochs, dann traf Marcus Weyer nach schnellem Konter und Vorarbeit von Michael Hohmann zur Führung. Dass es anschließend meist nur noch in die andere Richtung ging, störte niemanden der mehr als 2000 Zuschauer am Wölfer Ringberg. Die Oldies der SGE zeigten tolle Kombinationen und brachten mit dem Ungar Lajos Detari eine echte Legende mit nach Osthessen.

Echtes Stadion-Feeling bei Einmarsch der Eintracht-Fans

Und seine Teilnahme wankte sogar ein wenig, denn am Dienstag hatte er noch einen Autounfall erlitten, reiste aber trotzdem ein. „Wir waren immer Freunde und haben nie den Kontakt verloren“, sagte Charly Körbel, der Rekordbundesligaspieler und „Chef“ des Traditionsteams. Dass Detari nur wenige Minuten spielen konnte? Geschenkt!

Körbel dachte aber auch an Markus Wiegand und sendete Grüße an den, der nur aus der Ferne zuschauen konnte. Ausgerechnet einer der Hauptinitiatoren des Spiels musste wegen Corona passen und schaute sich das Treiben aus sicherer Entfernung in seinem Auto sitzend an. Ihm jubelten die Fans stimmgewaltig zu. Apropos Fans: Rund 180 Mitglieder von den Eintracht-Fanclubs „Eitratal-Adler“ und „Mückenstürmer“ waren mit einem Fanmarsch eingezogen und ließen für einen Moment echtes Stadionfeeling aufkommen. Feuerwerk und Fahnen inklusive.

Perfekt war die Organisation der Wölfer. Das erwähnte nicht nur Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich in seinen Grußworten, sondern auch die Eintracht war hellauf begeistert, was das 300-Seelen-Dorf auf die Beine stellte. Die Schlangen an den Getränke- und Essensständen waren trotz des Andrangs kurz, die Beschallungsanlage erste Sahne und die Stimmung außergewöhnlich. Dass die Stars von gestern schon vor dem Spiel Autogramme verteilten, passte ins Bild, was die Eintracht bezwecken will. Bei aller Internationalisierung soll die Heimat nicht zu kurz kommen – und damit meint der Club aus der Mainmetropole das ganze Bundesland. Und für den SV Wölf ist das Spiel ein wahrer Segen für die Vereinskasse, denn eine Auflaufprämie musste nicht gezahlt werden.

Die Statistik:

SV Wölf Alte Herren: Christoph Lang, Tobias Nophut; Dirk Hohmann, Christian Mörmel, Kurt Helmig, Michael Hohmann, Michael Steinhauer, Marcus Weyer, Dieter Hilpert, Thorsten Meißmer, Matthias Herbst, Oliver Wiegand, Michael Raschke, Markus Reisinger, Heiko Meißmer, Raif Asallari, Holger Strobel, Jürgen Wiegand, Tobias Wilhelm, Holger Schwalbach, Marius Böttinger, René Dieterich, Marius Wassermann, Benjamin Koch, Uwe Rumpeltes, Viktor Reimer.
Eintracht Frankfurt Traditionsmannschaft: Eintracht Frankfurt Traditionsmannschaft: Jan Hoffelner; Sascha Amstätter, Uwe Bindewald, Rudi Bommer, Lajos Detari, Baldo Di Gregorio, Holger Friz, Frank Gerster, Steffen Herzberger, Markus Husterer, Mo Idrissou, Slobodan Komljenovic, Karl-Heinz Körbel, Tuncay Nadaroglu, Patrick Ochs, Lothar Sippel, Michael Thurk, Claus-Peter Zick.
Schiedsrichter: Stefan Zahn, Nicolas Dostal, Linus Abel, Klaus Vaupel (alle SV Wölf).
Zuschauer: 2200.
Tore: 1:0 Marcus Weyer (9.), 1:1, 1:2 Michael Thurk (12., 14.), 1:3 Rudi Bommer (16.), 1:4, 1:5 Mo Idrissou (19., 25.), 2:5 Michael Hohmann (38.), 3:5 Marcus Weyer (40.), 3:6 Slobodan Komjenovic  (43.), 3:7 Michael Thurk (45.), 3:8 Patrick Ochs (50.), 3:9, 3:10 Michael Thurk (52., 55.), 3:11 Mo Idrissou (63.), 3:12 Eigentor (65.), 3:13 Lothar Sippel (69.), 3:14 Michael Thurk (72.), 3:15 Lothar Sippel (75.).

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