Viele rassige Duelle brachte das Halbfinale zwischen Neunstein (rot) und Aulatal hervor. Foto: Henner Schmidt
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Viele rassige Duelle brachte das Halbfinale zwischen Neunstein (rot) und Aulatal hervor.

Geht der Pott nach Neuenstein oder Niederaula/Kerspenhausen?

Das Highlight steht bevor. Am Samstag steigt das Endspiel des Kreispokal Hersfeld/Rotenburgs der alten Saison. Erst vor zwölf Tagen begann der Wettbewerb mit dem Sechzehntelfinale, nun stehen sich die Kreisoberligisten Neuenstein und Niederaula/Kerspenhausen in Asbach (15.30 Uhr) gegenüber.

Eine enorme Vorfreude verspürt Neuensteins Spielertrainer Christian Pfeiffer. Auf der einen Seite habe der Gegner einen besonderen Reiz, ist Niederaula doch Titelanwärter Nummer eins der Kreisoberliga Nord und für ihn "wohl derzeit das beste Team im Kreis". Auf der anderen Seite wohnt der 35-Jährige in Niederaula, hat entsprechend viele Kontakte zum Kontrahenten. Doch nicht nur er, auch etliche seiner Spieler haben Verbindungen. "Das ist schon eine runde Sache und eine schöne Geschichte", blickt Pfeiffer voraus. Ein Endspiel erlebte er lange nicht mehr – wie lange, weiß der Stürmer nicht. In den vergangenen sechs Jahren bei Neuenstein und Niederjossa jedenfalls nicht. Der Weg ins Finale war für seine Mannen ein steiniger. Mittwoch wurde Gruppenligist Aulatal mit 3:1 eliminiert. Ein Spiel, das "ordentlich Dampf" laut Pfeiffer hat. "Die erste halbe Stunde haben wir hervorragend gespielt und uns mit zwei Treffern belohnt. Durchgang zwei war offen, wir haben zum perfekten Zeitpunkt (71.) das 3:1 gemacht." Wermutstropfen sind indes die Verletzungen von Daniel Schwarz, Timo Ziehn und Steffen Skrabal, die teilweise einige Wochen ausfallen könnten.

Die Blumen Pfeiffers für seine Mannschaft nimmt Niederaula-Coach Frank Ullrich gerne an, wenngleich er etwas anderer Meinung ist. "Ich mag Christian sehr und es passt zu ihm, dass er uns über den grünen Klee lobt. Er möchte und in Sicherheit wähnen. Ich weiß das zu werten", sagt Ullrich grinsend. Der langjährige Asbach-Trainer blickt dem Highlight freudig entgegen, obwohl die Personaldecke aufgrund einiger angeschlagener Spieler dünn geworden ist. Entsprechend erwartet er eine Partie, "die keine Mannschaft hoch gewinnen wird. Ich kann nicht mal sagen, wer denn der Favorit ist." Für Außenstehende ist das sicherlich Niederaula/Kerspenhausen, Ullrich möchte auf dem Asbacher Platz den Trumpf seiner Mannen ausspielen: die Geschwindigkeit in der Vorwärtsbewegung. Damit punktete sein Team bereits im Halbfinale bei Bebra (3:1). Ullrich erlebte eine Anfangsphase ganz nach seinem Geschmack. "Der Gegner konnte sich nicht entfalten, wir hatten unsere Chancen. Mit dem Ausgleich Mitte der ersten Halbzeit ist uns die Überlegenheit abhanden gekommen, aber nach der Pause haben wir uns wieder stabilisiert", resümiert der 56-Jährige.

Neuensteins Weg ins Endspiel: Nentershausen/Weißenhasel/Solz (2:1), Sorga/Kathus (4:0), Haselgrund/Breitenbach (3:2 n.V.), Aulatal (3:1).
Niederaula/Kerspenhausens Weg ins Endspiel: Iba/Machtlos (3:0, Wertung), Ausbach/Friedewald (2:1), Friedlos (5:0), Bebra (3:1).

Die Halbfinalspiele in der Übersicht

SG Neuenstein – SG Aulatal 3:1 (2:1). Tore: 1:0 Andre Deneke (8.), 2:0 Christian Pfeiffer (13.), 2:1 Paul Kozik (27.), 3:1 Florian Hemel (71.). Rote Karte: Paul Kozik wegen einer Tätlichkeit (85., Aulatal).

FSG Bebra – SG Niederaula/Kerspenhausen 1:3 (1:1). Tore: 0:1 Mehmet Yigit (5.), 1:1 Maher Mahmud (25.), 1:2, 1:3 Jan Ullrich (53., 90.+5). Rote Karte: Finn Wöll wegen einer Notbremse (87., Bebra).

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