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Get a kick! will inklusiven Fußball fördern

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Das Burghauner Unified-Team engagiert sich seit Jahren für den inklusiven Fußball und holte sogar schon mal den DFB-Pokal nach Burghaun. Foto: Kevin Kremer
Das Burghauner Unified-Team engagiert sich seit Jahren für den inklusiven Fußball und holte sogar schon mal den DFB-Pokal nach Burghaun. © Kevin Kremer

Fußball vermittelt Emotionen, Spaß, Freude – und ist ein Sport für Jedermann. Für Jedermann? Unbedingt sagt „Get a kick!“ – die Initiative für inklusiven Fußball in Osthessen.

Mit starken Partnern an der Seite bringen die Organisatoren Fußballer und Fußballerinnen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen und haben sich zum Ziel gesetzt, den schon in Ansätzen vorhandenden inklusiven Fußball in Osthessen endgültig zu etablieren.

Erstmals schlug inklusiver Fußball im Landkreis Fulda im Jahre 2010 auf. Die Sepp-Herberger-Stiftung und Special Olympics Deutschland trieben das Thema voran, wodurch das Burghauner/Hünfelder Unified-Team „Fußballfreunde“ und ein Team des Antoniusheims in Fulda entstand. Zu Beginn noch recht lebhaft, waren die Aktivitäten dann mehr und mehr eingeschränkt. Zuletzt wurde jeweils nur einmal im Jahr bei den eigenen Großevents intensiv auf die Tätigkeiten geblickt.

Die Organisatoren von „Get a Kick!“ werden nun mehr Kontinuität in den inklusiven Fußball in Osthessen einbringen: „Wir wollen mehr leben in die Bude bringen und haben daher bereits vor einem Jahr begonnen, für das Thema relevante Player in Osthessen zusammenzubringen“, sagen die Organisatoren und meinen damit unter anderem die Behindertensportverbände Special Olympics und HBRS (Hessischer Behinderten- und Rehabilitations- Sportverband) , den JFV Burghaun/Haunetal, den Sportkreis Fulda-Hünfeld, Special Olympics Hessen und den Sportverein „Jeder ist anders“ von antonius. Mit im Boot sitzen zudem die Fußball-Kreisjugendwarte aus Lauterbach/Hünfeld und Fulda.

„Get a Kick!“ will fortan Anlaufstelle und Ansprechpartner für den inklusiven Fußball in Osthessen sein. Die Organisatoren wollen bei der Gründung von Teams helfen, wollen begeisterte Fußballer und Fußballerinnen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenbringen, wollen das Thema in Schulen und Vereinen einbringen und wollen die Initiativen wie den „Fulda Cup“ weiter unterstützen.

Im kommenden Jahr wird es wieder den „Fulda-Cup“ im städtischen Stadion geben. Das erste große Event steht aber bereits vom 16. bis 17. Mai 2022 an: gemeinsam mit dem Radiosender „FFH“ soll ein inklusives Fußballturnier in der Fuldaer Johannisau veranstaltet werden.

Und die Organisatoren haben mit Alexander Schur einen außergewöhnlichen Schirmherr gewinnen können. Der Eintrachtler kommt mit inklusivem Fußball nicht zum ersten Mal in Kontakt, wie er im Gespräch mit torgranate.de erklärt. „Als Markenbotschafter für den Hessischen Behinderte- und Rehabilitation-Sportverband habe ich schon oft bei Turnieren oder Trainingseinheiten beigewohnt und aus diesen Erfahrungen heraus, übernehme ich sehr gerne die Schirmherrschaft für dieses tolle Projekt in Osthessen.“

Schur hat also Erfahrungen gesammelt – ausschließlich positive, wie er erklärt: „Am meisten begeistert mich die totale Leidenschaft, die die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an den Tag legen. Sie versprühen dabei die Grundsubstanz des Sports, nämlich den Spaß. Die Alltagsprobleme perlen an ihnen dabei ab, nichts außer Spaß spielt eine Rolle. Und das gibt jedem, der damit in Berührung kommt, etwas zurück.“

Schur berichtet ebenfalls von den Gesprächen mit den Organisatoren und stellt fest, „dass in diesem Bereich eine zentrale Anlaufstelle für Eltern, Kinder oder Vereine unglaublich gut ist und gleichzeitig mehr Aufmerksamkeit garantiert. Das ist wichtig.“ Und dafür ist nicht zuletzt solch ein prominenter Name wie der von Alexander Schur hilfreich.

Schirmherr Alex Schur

Alexander Schur (50) atmet Eintracht Frankfurt wie kaum ein anderer: In Frankfurt geboren, spielte er zwar zunächst für den VfR Bockenheim, Rot-Weiss Frankfurt und den FSV Frankfurt, ist aber seit 1995 nicht mehr vom Riederwald wegzudenken. Für die Eintracht absolvierte er 237 Pflichtspiele, erzielte zwölf Tore und wurde 2003 zum Aufstiegshelden, als er gegen den SSV Reutlingen das dringend benötigte sechste Tor in der letzten Minute der Nachspielzeit erzielte.

Der gelernte Bankkaufmann war von 2007 bis 2018 als Nachwuchscoach für die Eintracht aktiv und absolvierte parallel ein Fernstudium zum Sportmarketing-Fachwirt. Nun arbeitet er auf der Geschäftsstelle der Eintracht im Bereich Sales und Marketing. Den Kontakt zu „Get a kick“ stellte der gebürtige Burghauner Timm Jäger her, der ebenfalls für Eintracht Frankfurt arbeitet.

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