Neuhofs neuer Stürmer Fahrudin Kovac (grün) im Duell mit Pilgerzells Kelvin Jasching (rechts) und Niklas Herber. Foto: Charlie Rolff
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Neuhofs neuer Stürmer Fahrudin Kovac (grün) im Duell mit Pilgerzells Kelvin Jasching (rechts) und Niklas Herber.

Görner sucht, Imamagic doch noch fündig geworden

Der SV Neuhof hat das Achtelfinale des Fuldaer Kreispokals erreicht. Beim Mitte-Kreisoberligisten TSV Pilgerzell überzeugte der Hessenligist keineswegs, gewann aber mit 4:1 (3:0).

Schon nach einer Viertelstunde waren die größten Zweifel beseitigt, wer sich demnächst mit der SG Sickels messen darf – Mirza Kovac hatte doppelt getroffen. Erst ein wenig kurios, da er bei einem von Denis Heck verursachten Strafstoß zunächst an Marcel Meinicke scheiterte, allerdings die erneute Chance bekam, da ein Pilgerzeller zu früh in den Strafraum gelaufen kam. Den zweiten Elfmeter verwandelte der Neuzugang souverän (9.), kurz danach legte er nach Zuspiel von Bruder Fahrudin nach (15.). Kurz vor der Pause traf zudem Kapitän Sergio Sosa Perez per Abstauber.

Das Ganze geschah vor den Augen des langjährigen SVN-Angreifers Radek Görner, der sich eigenen Angaben zufolge zurzeit auf Vereinssuche befindet. Ein Verbleib in Neuhof scheint zwar möglich, doch zwischen den Zeilen war klar herauszuhören, dass zwischen Görner und Trainer Alexander Bär derzeit ein Problem in der Kommunikation besteht.

Pilgerzell verkaufte sich nach der schwierigen Anfangsphase gut, hatte in Hälfte zwei einige gute Szenen und verdiente sich den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:3 durch Heck, bei dem die Gäste allerdings auch tatkräftig mithalfen (60.). Schon fünf Minuten zuvor hätte eigentlich der völlig freistehende Tamino Möller treffen müssen, später hätte es Möller mit seinem 2:3 sogar nochmal spannend machen können. "In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich mutiger, nachdem uns am Anfang das Herz so ein bisschen in die Hose gerutscht ist. Für uns ging es ja gar nicht ums Weiterkommen, es war eine gute Defensiveinheit", konstatierte TSV-Coach Rolf Gollin.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Hälfte der Neuhofer Mannschaft wohl kaum beim Hessenliga-Start auf dem Platz stehen wird. "Wahrscheinlicher ist es, dass ich bei Bayern München Julian Nagelsmann ablöse, als dass wir am ersten Spieltag mit genau dieser Mannschaft spielen", meinte Bär, der feststellen musste, dass sich niemand wirklich empfehlen konnte. "Mit dem Auftritt bin ich in keinster Weise zufrieden. Auch gestandene Spieler waren in einem Loch."

Kurioses am Rande: Beide Vereine spielten zwischenzeitlich zu zehnt. Pilgerzell Mitte der ersten Hälfte, da sich Johannes Metzler eine Zeitstrafe einhandelte. Neuhof nach der Pause, da Einwechselspieler Ensar Imamagic sein Trikot erst verspätet fand und fünf Minuten nach Wiederbeginn das Feld komplettierte. Zumindest sorgte der Joker für ein seltenes Neuhofer Highlight in der Schlussphase, als er aus dem Getümmel zum 4:1-Endstand traf. "Eigentlich wollte ich ihn gar nicht mehr spielen lassen, ich habe mich unglaublich aufgeregt. Vor dem Petersberg-Spiel hatte bereits ein Spieler seine Schuhe vergessen. Manchmal sind einige einfach nicht konzentriert bei der Sache", sagte Bär.

Die Statistik:

TSV Pilgerzell: M. Meinecke – Meißel (54. Schulz), Jasching, Herber (40. Büdel), Flynn – Heck, Herget – Weber (46. Schröter), Möller, Faulstich – Metzler.
SV Neuhof: Hadzic – Daka, Dzodic, Nzambi (46. Milutinovic), Ayalon – Filipovic, Turan, Sosa Perez (57. Heredia Alonso) – M. Kovac, F. Kovac (50. Imamagic), Laketic.
Schiedsrichter: Lars Köpsel (FT Fulda).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1, 0:2 Mirza Kovac (9., Foulelfmeter, 15.), 0:3 Sergio Sosa Perez (45.+2), 1:3 Denis Heck (60.), 1:4 Ensar Imamagic (76.)
Zehn-Minuten-Zeitstrafe: Johannes Metzler (Pilgerzell, 24.).

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