Alexander Minich eröffnete den Torreigen der SG Dittlofrod/Körnbach. Foto: Kevin Kremer
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Alexander Minich eröffnete den Torreigen der SG Dittlofrod/Körnbach.

Heiderichs Mannen drehen Schmitt-Team auf links

Im Duell zweier Kreisoberligisten hat die SG Dittlofrod/Körnbach die FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen auf links gedreht. Beim 7:1 (3:1) machten die Gäste kurzen Prozess.

Von einem Duell auf Augenhöhe war von der ersten Minute an nichts zu sehen. Dittlofrod/Körnbach wirkte frischer, hatte ordentlich Tempo in ihren Offensivaktionen und war immer einen Tick schneller in den Zweikämpfen. Thorsten Heiderich hat seinen Mannen augenscheinlich bereits nach wenigen Wochen eine gewisse Galligkeit geimpft. Genau das vermisste sein Pendant Marcel Schmitt von seiner Elf, sagte er doch, „dass alles ziemlich schlecht bei uns war. In Anbetracht des Ergebnisses müssen wir nichts schönreden. Der Biss hat gefehlt. Dittlofrod hat es richtig gut gemacht.“

Das Lob nimmt Heiderich gerne an, will sich aber darauf nichts einbilden. Dass sein Team fußballerisch stark ist, wisse der 50-Jährige. Loben könne er keine einzelnen Personen, da die Mannschaft geschlossen auftrat und sich gegenseitig zur „sehr guten Leistung“ pushte.

Und dennoch verfügt Heiderich über eine Achse, die das Spiel lenkt. Da wäre zum einen der eher unauffällige Constantin Pabst, der aus dem defensiven Mittelfeld den Takt im Aufbauspiel angibt. Der Wuschelkopf bewahrt den coolen Kopf – und entdeckte sogar den Torjäger in sich, traf er doch gleich doppelt. Mit Levin Baumgart ist ein zweiter Antreiber für den offensiven Stil zuständig. In der Vergangenheit meist als Stürmer alleine auf sich gestellt, agiert der Ex-Hünfelder nun hinter der Spitze. Baumgart hatte bei allen gefährlichen Torraumszenen seinen Anteil, vernaschte seine Gegenspieler ein ums andere Mal und hatte vor dem Tor stets den Blick für die Mitspieler.

Einen neuen Lieblingskollegen scheint er in Stürmer Leonhard Käsmann gefunden zu haben. Der Neuzugang aus Eiterfeld trumpfte im ersten Pflichtspiel mit drei Treffern auf, wenngleich er es äußerst einfach von seinen Nebenleuten gemacht bekam. Dem Trio allein sind die sieben Tore wahrlich nicht zu verdanken, dass nebenher noch drei Abseitstore heraussprangen zeigt allerdings, welche Wucht der Nord-Kreisoberligist mitbringen kann. Darauf muss sich im Viertelfinale nun der 1. FC Nüsttal einstellen.

Die Statistk:

FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen: J. Göltner – Helmke, Dietz, Mihm, M. Fey, Spirovski – M. Göltner, Schulz, F. Fey – Happe, Rohde (Werdecker, Schneider, Noll).
SG Dittlofrod/Körnbach: Zipper – Apel, Minich, Hay. Fattah, Hofmann – Pabst, Kraus – Zaryouh, Baumgart, Had. Fattah – Käsmann (Lange, Sippel, Ramadani).
Schiedsrichter: Niclas Höfer (JFV Hünfelder Land).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Alexander Minich (14., Foulelfmeter), 0:2 Constantin Pabst (21.), 1:2 Marvin Fey (36.), 1:3, 1:4 Leonhard Käsmann (42., 48.), 1:5 Constantin Pabst (50.), 1:6 Leonhard Käsmann (81.), 1:7 Hadir Fattah (85.).

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