HFV-Justiziar Torsten Becker. Foto: Charlie Rolff
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HFV-Vizepräsident Torsten Becker gab Einblick in die Verbandsvorstandssitzung am Samstagvormittag.

Keine Rücktritte beim HFV

Jetzt haben sich wieder alle lieb

Mit Spannung war die erste Sitzung des Verbandsvorstandes des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) nach dem Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am 11. März erwartet worden. Und der (wenig) überraschende Tenor der beinahe fünfstündigen Sitzung am Samstagvormittag ist: alle haben sich wieder lieb. Zumindest wird das nach der internen Sitzung so nach außen transportiert.

Denn in den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Rücktrittsforderungen hinsichtlich der Präsidiumsmitglieder Ralf Viktora (Schatzmeister) und Silke Sinning (Vorsitzende des Frauen- und Mädchenausschusses) formuliert. Doch der große Knall blieb bei der Verbandsvorstandssitzung aus. Dem „VV“ gehören neben dem Präsidium unter anderem alle 32 Kreisfußballwarte im HFV an.

Was war passiert? Viktora und Sinning hatten sich im Vorfeld des DFB-Bundestags dem Team des in der Kampfabstimmung letztlich unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Peter Peters angeschlossen. Dies hatte bei Teilen des HFV für Verärgerung gesorgt, denn das Gros des Präsidiums hatte sich für Peters’ Gegenkandidaten Bernd Neuendorf und den vormals mächtigen Funktionär Rainer Koch ausgesprochen. Letztlich siegte Neuendorf in Bonn deutlich, allerdings verlor Koch seinen Vizepräsidentenposten in einer weiteren Kampfabstimmung an die gebürtige Rotenburgerin Sinning, was für ein mittelschweres Beben im DFB gesorgt hatte.

Es wurde unterschiedlich, aber sachlich argumentiert.

HFV-Vizepräsident Torsten Becker

Nun haben sich Viktora und Sinning fürs Weitermachen entschlossen – auch der Rest des Präsidiums bleibt erhalten, wie HFV-Vizepräsident Torsten Becker auf Nachfrage bestätigt: „Es wurden in der heutigen Sitzung noch einmal die Standpunkte in der Causa DFB-Bundestag von verschiedenen Seiten aufgearbeitet und sehr sachlich diskutiert. Nun besteht Einigkeit, dass im Präsidium wieder Vertrauen aufgebaut wird und der Fußball zurück in den Mittelpunkt rückt.“ 

Becker, unter anderem zuständig für Personal und Rechtsangelegenheiten, erklärte, dass noch immer die Corona-Problematik Aufmerksamkeit benötige, gleichzeitig Schulungen im Bereich neuem Schiedsrichtersoll intensiviert werden müssten und natürlich die beim jüngsten Verbandstag erneut auf die Tagesordnung gehobene Reform im Spielbetrieb eine hohe Priorität genieße. Aktuell suchen HFV und Becker einen neuen Leiter für die Abteilung Spielbetrieb. Eine Schlüsselposition für die nächsten Ziele.

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