Patrick Kalis (rechts) und Huttengrund haben Gundhelm/Hutten aus dem Pokal geworfen. Foto: Oliver Müller
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Patrick Kalis (rechts) und Huttengrund haben Gundhelm/Hutten aus dem Pokal geworfen.

Huttengrund eliminiert nächsten Gruppenligisten

Die SG Huttengrund hat das Kreispokal-Halbfinale erreicht. Nach der SG Schlüchtern warf der Kreisoberligist gestern mit der SG Gundhelm/Hutten einen weiteren Gruppenligisten aus dem Wettbewerb. Das Team um Spielertrainer Stefan Dietz gewann vor einer imposanten Kulisse von rund 300 Besuchern knapp mit 3:2 (3:1).

Im Halbfinale trifft Huttengrund auf den Sieger des letzten Viertelfinalspiels, der zwischen B-Ligist Sterbfritz/Sannerz und Gruppenligist Oberzell/Züntersbach aber erst im kommenden Jahr ermittelt werden wird. Gundhelm/Hutten indes kann sich jetzt voll und ganz auf den Kampf um den Klassenerhalt konzentrieren. Die Partie begann für Huttengrund mit einer kalten Dusche. Wenige Sekunden nach dem Anpfiff schnappte Nino Staubach sich die Kugel und drosch sie aus gut 25 Metern genau in den Winkel - ein klassischer Sonntagsschuss am Volkstrauertag.

Es dauerte eine gewisse Zeit, bis sich Huttengrund von diesem Schock erholt hatte. In dieser Phase versäumte es der Gruppenligist nachzulegen und damit frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. So scheiterten beispielsweise Staubach und Benedikt Kreß freistehend an Huttengrunds Keeper Luis Bös.

Huttengrund nutzte diese Nachlässigkeit, um sich wieder aufzurappeln und erlebte seine stärkste Phase zehn Minuten vor dem Seitenwechsel. Ausgerechnet ein Spieler, der ansonsten nicht unbedingt für das Toreschießen zuständig ist, verpasste der Partie einen Richtungswechsel. Jeweils nach Flanken von rechts war der sich im reiferen Fußballer-Alter von 39 Lenzen befindende etatmäßige defensive Mittelfeldspieler Ivan Bosnjak zur Stelle und schnürte innerhalb von fünf Minuten einen Doppelpack. Kurz vor der Pause wollte der eigentliche Torjäger vom Dienst, Patrick Kalis, dem nicht nachstehen und erhöhte auf 3:1.

Nach dem Seitenwechsel bot sich Huttengrund mehrfach die Chance zum 4:1. Die Angriffe wurden jedoch nicht ordentlich zu Ende gespielt. „Gundhelm/Hutten war nach der Pause sicherlich spielbestimmend. Aber unsere Mannschaft hat eine kämpferisch sehr gute Leistung gezeigt“, befand der der SG Huttengrund angehörende Kreisschiedsrichterobmann Bernhard Depta. So wurde es nach dem Anschlusstreffer des in der zweiten Halbzeit gekommenen Mark-Niklas Schmidt noch einmal spannend.

Darüber, dass sich beide Teams in der zweiten Hälfte eine weitgehend ausgeglichene Partie lieferten, waren sich Huttengrunds Spielausschussvorsitzender Volker Jöckel und Gundhelm/Huttens Pressewart Jan Mildner einig. „Wir haben es versäumt, den Sack in den ersten 30 Minuten zuzumachen und sind dafür bestraft worden. Mit ein paar Abseitsentscheidungen des Schiedsrichters waren einige aus der Mannschaft auch nicht ganz einverstanden. Letztlich sind wir aber selbst schuld. Aber es gibt Schlimmeres als dieses Ausscheiden“, suchte Mildner nach Gründen für das Aus. / rd

Die Statistik

SG Huttengrund: Bös; Wolf, Bosnjak (67. Springer), Wehner (61. Gerwald), Kalis, Zuckrigl, Gietl, T. Dietz, S. Dietz (67. Nesiba), P. Dietz, N. Dietz.
SG Gundhelm/Hutten: Scheel; Fieres, Heger, Pesic (46. Stolberg), Comes (46. Schmidt), Staubach, Kreß (46. Kohlhepp), Peter, Link, Happ, D. Spahn.
Schiedsrichter: Bilal Koc (Weiperz).
Zuschauer: 300.
Tore: 0:1 Nino Staubach (1.), 1:1 Ivan Bosnjak (34.), 2:1 Ivan Bosnjak (39.), 3:1 Patrick Kalis (45.), 3:2 Mark-Niklas Schmidt (77.).

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