Lothar Matthäus und Ralph Kraus
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Deutschlands Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus (rechts) stand Torgranate-Redakteur Ralph Kraus in der KFZ-Werkstatt für ein Interview zur Verfügung.

Interview mit Rekord-Nationalspieler

Lothar Matthäus: „Riccardo und Franz sind Freunde“

Lothar Matthäus stand torgranate.de für ein exklusives Interview zur Verfügung und redete dabei mitten in der KFZ-Werkstatt von Krah & Enders über seine Herkunft, oft mangelnde Wertschätzung und seine Freundschaft zu Riccardo Basile.

Bildergalerie von der Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile

Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile © Charlie Rolff
Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile © Charlie Rolff
Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile © Charlie Rolff
Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
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Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
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Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
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Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
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Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
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Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
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Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
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Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
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Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
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Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile
Talk-Runde mit Lothar Matthäus und Riccardo Basile © Charlie Rolff
Herr Matthäus, ist es Ihr erstes Interview in einer KFZ-Werkstatt?
Tatsächlich nein. In Starnberg oder Garching – wo genau, weiß ich nicht mehr – habe ich schon einmal so etwas gemacht. Das war bei BMW Neumeier im Jahr 1985. Ich weiß das noch, weil das nichts Alltägliches ist. (Lest hier: Matthäus und Basile plaudern aus dem Nähkästchen)
Wie viele Termine von der Sorte in Burghaun erleben Sie in der Regel?
Ein, zwei Auftritte im Monat mache ich schon. Mir fehlt die Zeit, um noch mehr von solchen Terminen wahrzunehmen. Es sammeln sich durch meine Verträge einige Dinge an und man muss auch noch atmen können.
Seit 2013 sind Sie Sky-Experte. Es herrscht der Eindruck, als hätten Sie ihren Platz gefunden.
Wahrscheinlich kann ich nichts besser als über Fußball zu reden. Im Kopf ist alles abgespeichert, so dass ich mich überhaupt nicht groß auf einen Spieltag am Samstag vorbereiten muss. Zumal ich mich als Moderator teilweise nicht vorbereiten kann, da die Trainer eine andere Aufstellung oder ein anderes System wählen als du vorher vielleicht denkst.
Stimmt es, dass Ihnen Jadon Sancho sehr früh aufgefallen ist?
Ich stand mit Riccardo Basile auf dem Laufband in Budapest und habe mir im Fernsehen ein U-Länderspiel zwischen England und Norwegen angeschaut. Nach zehn Minuten wollte ich unbedingt wissen, wer das auf der linken Seite ist. Es war Jadon Sancho aus dem Nachwuchs von Manchester City. Wenige Wochen später war er dann in Dortmund. Da haben zehn Minuten Zuschauen ausgereicht. Klar hatte er einen Sahnetag, so wie ich 1990 in Italien gegen Jugoslawien.
Sie sprechen dieses Wahnsinnspiel an. 4:1 gewann Deutschland und es war der Wegweiser auf dem Weg zum Titel. War es eines der besten Spiele einer deutschen Nationalmannschaft überhaupt?
Franz Beckenbauer hat gesagt, dass es für mich persönlich das beste Spiel aller Zeiten war. Es war aber vor allem das einzige Länderspiel, in dem ich zwei Tore geschossen habe. Jugoslawien war damals Geheimfavorit und ein richtig starker Gegner. Zumal die beim Stand von 2:1 am Drücker waren. Dann machst du dieses Riesen-Tor zum 3:1. Das es in diesem Spiel auch noch ein spezielles Tor mit dem Solo über 40, 50 Meter war, das war schon etwas ganz Besonderes.
War das Ihr schönstes Tor?
Es gab einige tolle Tore. Jeder erinnert sich natürlich an dieses eine, weil das Tor bei einer WM gefallen ist. Aber es gab etliche schöne Treffer, die wir hervorragend herausgespielt haben. Das Besondere an dem Jugoslawien-Tor war, dass es ein Zeichen war. Auch für die Journalisten, denn es gab vom ersten Moment an nichts zu kritisieren. Dazu war es unglaublich wichtig für die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft.
Sie sind sehr gut mit Riccardo Basile, der aus Burghaun stammt, befreundet. Wie kam diese Freundschaft zustande?
Über Sky haben wir uns kennengelernt. Er ist ja schon fünf Jahre dabei. Riccardo ist ein lockerer Typ. Das gefällt mir, weil ich für mein Alter auch noch so bin. Ich nehme nicht alles so genau. Man muss auch mal die Fünf gerade sein lassen. Mir gefällt als Franke die italienische Mentalität von ihm. Durch die Zeit bei Inter Mailand habe ich den dortigen Lebensstil angenommen. Riccardo und ich haben die gleichen Interessen, reisen viel, haben ein gemeinsames Netzwerk. Wir beide sind sehr eng, gehen häufig auch gerne zusammen ein Bierchen trinken.
Was haben Sie von Fulda gesehen?
Ich hatte in Riccardo einen tollen Stadtführer. Er hat mir einige Sachen gezeigt. Auch das Standesamt. Vielleicht heirate ich das nächste Mal in Fulda. Die Stadt erinnert mich ein bisschen an meine Heimatstadt Herzogenaurach.
In Italien haben Sie den Namen „Il Grande – der Große“. In Deutschland oft nur der „Loddar“. Spiegelt das ein bisschen die Gesellschaft in Deutschland wider? Fehlt ein bisschen die Wertschätzung?
Der Respekt ist hier gegenüber Leuten, die nicht nur sportlich, sondern auch repräsentativ viel für ihr Land gegeben haben, nicht überall groß. Ich habe das Land bei Staatsoberhäuptern in Ländern wie Israel, Serbien oder Ungarn vertreten und habe immer versucht, auch die anderen zu verstehen. Italien hat einen anderen Respekt und eine andere Wertschätzung gegenüber solchen Leuten, die ihr Land vertreten. Dass die Wertschätzung in Deutschland oft fehlt, daran werden wir nichts mehr ändern. Aber ich muss sagen, dass sich in den letzten fünf bis zehn Jahren etwas geändert hat. Man erfährt mittlerweile mehr Respekt.
Würde Lothar Matthäus gerne mal ein normales Leben leben, ohne, dass ihn jeder erkennt?
In Deutschland ist das ausgeprägter als in anderen Ländern. Wenn ich in Budapest joggen oder ins Restaurant gehe, werde ich weitgehend in Ruhe gelassen. Dass immer mal jemand ein Autogramm oder ein Selfie möchte, ist normal und auch okay. Das gehört zum Geschäft. Es kommt auf die Art und Weise an. Wenn man aber beispielsweise Messer und Gabel in der Hand hat, möchte jeder seine Ruhe haben.
Wer war der wichtigste Mensch in Ihrem Leben?
Mein Vater, meine Eltern. Aber auch Franz Beckenbauer. Bis zum heutigen Zeitpunkt verbindet uns eine echte Freundschaft.
Ihr Vater stammt aus Schlesien, arbeitete dann bei Puma. Stimmt es, dass so einst ihr Wechsel nach Mönchengladbach zustande kam?
Mein Vater war bei Puma Hausmeister. Und die Wurzeln beginnen immer in Herzogenaurach. In den 1970er-Jahren gab es die große Konkurrenz zwischen Mönchengladbach und den Bayern, also auch zwischen Puma und Adidas. Wie die Mauer einst in Berlin ist bei uns in Herzogenaurach die Aurach eine Wand. Wir waren auf der Puma-Seite zu Hause und entsprechend kam der Kontakt nach Mönchengladbach.
Zum Abschluss würde ich gerne noch drei Namen in den Raum werfen. Zunächst Robert Lewandowski.
Für mich der beste Stürmer der Welt und ich würde mich freuen, wenn er bei Bayern und in der Bundesliga bleiben würde. Ich bin gespannt, ob er bleibt. Leute wie Sadio Mané tun uns generell gut in Deutschland. Das sind tolle Spieler, die der Liga gut tun.
Sébastien Haller und alle anderen Neuen bei Borussia Dortmund.
Haller ist eine absolute Verstärkung. Doch nicht nur mit Haller hat Dortmund super Neuzugänge geholt. Ich bin überzeugt, dass sich in Dortmund etwas bewegt. Es sind nicht nur die neuen Spieler. Auch der neue Trainer wird Schwung bringen und im Umfeld hat sich auch einiges getan. Dortmund wird zumindest näher herankommen.
Mario Götze und Eintracht Frankfurt.
Wenn Kostic geht, hinterlässt er eine große Lücke. Er war der Unterschiedsspieler auf höchstem Niveau. Aber die Eintracht macht das einfach super. Mit Götze und Alario hat man gute Leute geholt und das Transferfenster ist ja noch ein bisschen offen. Deutschland kann stolz sein, einen Verein wie Eintracht Frankfurt zu haben. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch darüber hinaus, was die Fans gezeigt haben. Das war einmalig.

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