Beim letzten Reinhold-Völker-Gedächtnisturnier trafen sich unter anderem Horas' Adrian Rich (rechts) und Dipperz/Dirlos' Jonas Burkart. Foto: Charlie Rolff
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Beim letzten Reinhold-Völker-Gedächtnisturnier trafen sich unter anderem Horas' Adrian Rich (rechts) und Dipperz/Dirlos' Jonas Burkart.

Lust auf Budenzauber! Aber was ist möglich?

Die Seniorenvereine unterhalb der Verbandsliga sind in der Winterpause. Die Zeit bis zum Wiederbeginn des Spielbetriebs wird traditionell mit Hallenfußball überbrückt. Doch macht Corona den Budenzauber überhaupt möglich? Noch bestehen viele Fragen.

Eine Futsal-Kreismeisterschaft wird es in Fulda definitiv nicht geben. Darauf verständigten sich die Verantwortlichen bei einer Sitzung des Kreises Anfang der Woche. Immerhin elf Mannschaften hatten gemeldet, und damit zwei mehr als bei der letzten Austragung im Januar 2020 dabei waren. Kreisfußballwart Thorsten Beck findet die Absage "unglaublich schade, da es so erneut eine lange Zeit ohne Fußball gibt. Jedoch ist die Entscheidung aufgrund der steigenden Corona-Zahlen fast unumgänglich."

Der Kreis Lauterbach/Hünfeld wird ebenfalls keine Hallenrunde anbieten. Wie Pressewart Johannes Götze erklärt, sollte das Turnier eigentlich attraktiver gestaltet werden, mit einem Finale am Samstagabend und anschließendem Partycharakter. "In der aktuellen Situation ergibt das keinen Sinn. Lieber wollen wir unsere volle Kraft auf das nächste Jahr legen", betont Götze. In Schlüchtern glaubt Hallenleiter Harald Maienschein nach derzeitigem Stand ebenfalls nicht an eine Austragung, auf einer Videokonferenz in der kommenden Woche könnte eine Entscheidung fallen.

"Plätze waren so schnell weg wie noch nie"

Und wie sieht es bei Freundschaftsturnieren aus, wie dem Reinhold-Völker-Gedächnisturnier des FV Horas? "Ich bin jetzt schon seit elf Jahren Teil des Organisationsteams. Ich glaube, so schnell waren die Plätze noch nie weg. Die Jungs wollen Fußball spielen", berichtet Daniel Funke von einer hohen Resonanz. 16 Mannschaften sollen vom 6. bis 8. Januar in der Heinrich-Gellings-Halle mit dabei sein.

Noch stellt sich allerdings die Frage: Kann das Turnier überhaupt stattfinden? Zwei Faktoren hängen davon ab. Zum einen muss der Reinhold-Völker-Gedächtniscup offiziell beim Verband angemeldet werden – dieser könnte, bei fortlaufend steigenden Inzidenzzahlen, die Notbremse selbst ziehen. Zum anderen ist offen, wie das Hygienekonzept des Gesundheitsamts aussehen wird. Frank Illing, Vorsitzender des Verbandsausschusses für Qualifizierung und Vereinsentwicklung beim HFV, betont, dass Zutritt zur Halle nur mit 3G+ gestattet wird. Ein Hygienekonzept müsse von Halle zu Halle unterschiedlich erstellt werden. Der Verband stelle für Hallenturniere keins zur Verfügung, sagt Illing. "Wir müssen uns dann als Verein fragen, was stemmbar ist und was nicht", betont Funke, der nicht nur aufgrund des finanziellen Aspekts auf eine Austragung hofft.

Genauso wie der SV Großenbach mit seinem Adolf-Böhning-Gedächtnisturnier. "Die Planungen laufen, die Einladungen sind raus und es gibt schon die ersten Zusagen", erklärt Manuel Schmitt aus der Abteilungsleitung. Wenn es die Pandemielage nicht zulasse, könne man zu einem späteren Zeitpunkt noch absagen, bis spätestens in der Woche vor Weihnachten soll die endgültige Entscheidung feststehen. Andere Turniere wie der LA-Cup des VfL Lauterbach sind bereits abgesagt.

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