Sehen sich heute Abend erneut im Endspiel des Kreispokals: Eiterfeld Ali Dogru (links) und Steinbachs Michael Wiegand. Foto: Kevin Kremer
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Sehen sich heute Abend erneut im Endspiel des Kreispokals: Eiterfeld Ali Dogru (links) und Steinbachs Michael Wiegand.

Markesic hat seine Schäfchen beisammen

Ein Endspiel zwischen der SG Eiterfeld/Leimbach und dem SV Steinbach im Kreispokal Lauterbach/Hünfeld? Richtig, da war was. Im April 2019 siegte der SVS mit 2:1. Heute (19 Uhr) stehen sich beide Teams erneut am Eiterfelder Hain gegenüber.

Viel fehlte damals nicht. Der Außenseiter bot eine starke Vorstellung, Steinbach aber hatte mit Petr Kvaca ein Ass im Ärmel. Etwas deutlicher war die Rollenverteilung vor zweieinhalb Wochen. Der SVS siegte im Testkick 4:0, Kvaca traf wie 2019 zur Führung. Doch im Mühlengrund rumort es, die jüngsten Auftritte und 13 Gegentore in zwei Spielen sorgen für etliche Fragezeichen. Doch einen Vorteil kann Eiterfelds Trainer Ante Markesic daraus nicht schließen, vielmehr erwartet der einstige Steinbacher eine Reaktion der Elf von Petr Paliatka: "Sie werden das Spiel sehr ernst nehmen und wollen Wiedergutmachung betreiben. Ich rechne mit der besten Elf und genau deshalb freue ich mich ungemein auf die 90 Minuten."

Markesic macht keinen Hehl daraus, dass er nach wie vor ein "super Verhältnis" in den Mühlengrund pflegt. Den Pokal möchte er sich dennoch unter den Nagel reißen, zumal die Partie für ihn "zum richtigen Zeitpunkt in der Vorbereitung" kommt. Sein Team sehe er auf einem soliden körperlichen Level, fast die gesamte Mannschaft sei heute einsatzfähig. Entsprechend auch die sechs Neuzugänge Sorin Sergiu Leucuta, Mihai Alexandru Moise (beide Johannesberg), Lukas Müller-Siebert (Mecklar/Meckbach/Reilos), Niko Pepic (Festspielstadt), Issak Somov (USA) und Iulius Radulescu (Neuhof). Auch dank ihnen ist Markesic im Reinen mit seinem Kader.

"Der Charakter der Mannschaft passt. Alle Spieler wollen was bewirken, sind fleißig im Training und versuchen das umzusetzen, was ich verlange. Aber: Wir sind keine perfekte Mannschaft, wenngleich wir genügend Qualität und Erfahrung besitzen", sagt der 51-Jährige, dem besonders eine gute Struktur auf dem Platz wichtig ist. Außerdem erwartet er Risiko im letzten Spieldrittel. Neben Leucuta, von 2017 bis 2019 bereits in Eiterfeld, soll Somov die Offensive bereichern. Der US-Amerikaner, bereits vor der Corona-Pause Trainingsgast am Hain, ist flexibel einsetzbar und hinterließ bislang einen guten Eindruck. "Einer, der mal den Unterschied machen kann", frohlockt Markesic. Nach dem Kreuzbandriss von Stammtorhüter Lucas Klein und dem Abgang von Julian Hohmann (Eichenzell) reagierte der Club zudem und schloss die Lücke mit dem 28-jährigen Iulius Radulescu vom SV Neuhof.

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