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Millionenprojekt eröffnet

Der Kunstrasenplatz in Hilders ist ein sportlicher Gewinn für die Region, darin waren sich Verantwortliche und Gäste einig. Das eine Million Euro teure Projekt wurde am Wochenende eingeweiht.

Ein Jahr lang war der Sportplatz in Hilders Baustelle. Hier entstand etwas in der Region Seltenes: ein Kunstrasenplatz, der wetterunabhängig bespielt werden kann. Beim Festakt blickten die Verantwortlichen des TSV Hilders, die das Projekt leiteten, auf die Bauzeit zurück, die nicht ganz problemlos verlief. "Normalerweise war die Fertigstellung nach sechs Monaten angedacht. Nun ist ein Jahr daraus geworden. Das ist aber kein Problem, wir hatten keinerlei Zeitdruck", erläuterte Markus Reinhart, Schriftführer beim TSV.

Zunächst betonte Vereinsvorsitzender Vinzenz Etzel, dass die Idee eines Kunstrasenplatzes vor sieben Jahren erstmalig vonseiten des Vereins aufgegriffen worden war. Man wägte Für und Wider des Projekts ab, um dann, Ende 2014, den damaligen Bürgermeister Hubert Blum (SPD) und die Vertreter der Schulen zu einem Gespräch einzuladen und die Planung eines Kunstrasenplatzes voranzutreiben. Die Schulen seien begeistert gewesen, der Bürgermeister habe sich erst überzeugen lassen, nachdem der Verein zustimmte, die Projektleitung zu übernehmen. Nachdem die außerordentliche Mitgliederversammlung im November 2018 grünes Licht gab, sei dann der Startschuss für das Projekt gefallen, erklärte Etzel.

Die Rahmenbedingungen und die Erfüllung der Umweltschutzrichtlinien und nicht zuletzt Corona hatten das Voranschreiten der Baumaßnahme schließlich jedoch schwer gemacht. Zeitaufwändig sei die Beantwortung der Frage gewesen: „Wie bauen wir umweltgerecht den neuen Kunstrasenplatz auf?“ Der neue Platz komme nun den neuesten Umwelt-Richtlinien nach, da er kein Mikroplastik enthalte. Schließlich habe sich alles zum Guten gewendet. Spatenstich war im August 2020. Stolz sei er über die erbrachten Eigenleistungen des Vereins in Höhe von 87.000 Euro. Etzel dankte darüberhinaus den Geldgebern: der Gemeinde Hilders (217.000 Euro), dem Landkreis (504.000 Euro) und dem Land Hessen (200.000 Euro).

Mit dem neuen Kunstrasenplatz sei eine bessere Bespielbarkeit übers ganze Jahr gewährleistet, was nicht nur für die Schulen und den TSV Hilders, sondern auch für andere Vereine von Nutzen sei, betonte der Vorsitzende. „Diese schmucke Anlage ist für die Gemeinde Hilders, das gesamte Ulstertal sowie für den Ostteil des Landkreises für die Ausübung und die Förderung des Sports ein riesiger Gewinn und für mich ein ganz persönliches Sommermärchen“, sagte Etzel. Die große Jugendspielgemeinschaft, die Leichtathletikabteilung und die Gymnastik-Gruppe nutzen den Kunstrasen ebenfalls.

Landrat Bernd Woide (CDU) betonte, dass der Bau dieses Kunstrasenplatzes ein besonderes Ereignis für den Verein, die Gemeinde, das Ulstertal und den Landkreis Fulda sei. Die rund 500.000 Euro aus dem Kreissäckel seien hier gut angelegt, da durch die Optimierung der Anlage die Arbeit des ortsansässigen Vereins, der anderen Vereine des Ulstertals und der Schulen im Schulzentrum des Ulstertals profitieren würden. Nicht zuletzt sei der Kunstrasenplatz auch ein Zeichen der Aktivierung des ländlichen Raums, so Woide.

Der neue Hilderser Bürgermeister Ronny Günkel (CWE) freute sich, dass nunmehr auch der ländliche Raum über eine solch tolle Anlage, an der auch die Schulen und andere Vereine partizipierten, verfüge. Er versprach, dass auch in Zukunft die gemeindlichen Gremien die Arbeit des TSV Hilders weiter unterstützen würden.

Rubriklistenbild: © Foto: Matthias Leibold

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