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Scheffler und Fiedler beim NFL-Spiel in München: „Mit Fußball nicht zu vergleichen“

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Von: Tino Weingarten

Dennis Scheffler (Zweiter von rechts) reiste mit seinen Kumpels nach München, um beim ersten NFL-Spiel in Deutschland dabei zu sein.
Dennis Scheffler (Zweiter von rechts) reiste mit seinen Kumpels nach München, um beim ersten NFL-Spiel in Deutschland dabei zu sein. Der Spieler der SG Ehrenberg zeigt sich überwältigt von den Eindrücken. © privat

Die NFL war zu Gast in München – mit Superstar Tom Brady. Das ließen sich zahlreiche Fußballer aus Osthessen nicht entgehen. Wie Dennis Scheffler von der SG Ehrenberg und Barockstadt-Trainer Sascha Fiedler.

Erstmals war die amerikanische Football-Liga NFL zu Gast in Deutschland. Bis 2025 sollen vier Spiele abwechselnd in München und Frankfurt stattfinden. Den Startschuss bekam die bayerische Landeshauptstadt, die sich für das Event bereits die komplette Woche im Football-Fieber zeigte. „Mit dem ganzen Drumherum war das eine ganz andere Dimension. Die Stimmung war super, einfach Wahnsinn. Das habe ich so noch nie erlebt“, sagt Scheffler, der sich Sonntagmorgen mit drei Kumpels auf den Weg nach München machte.

NFL-Spiel in München: „Mit Fußball nicht zu vergleichen“

Vergleiche kann Scheffler ziehen, ist Bayern-Fan und war auch in dieser Saison bereits in der Allianz-Arena. „Nicht vergleichbar“, sagt der 30-Jährige. Drei Millionen Karten hätten verkauft werden können, heißt es vonseiten der NFL. Scheffler selbst hatte bei der Kartenvergabe wenig Glück, reihte sich in der Warteschlange irgendwo auf Position 300.000 ein. Einer seiner Kumpels hatte mehr Glück, war auf Platz 8000 und bekam Plätze mit Rasengeruch – Höhe der Eckfahne im Unterrang. Ein Erinnerungsfoto mit ran-Reporter „Icke“ Dommisch gab es inklusive, der nach dem Spiel noch eine Stadionrunde drehte und sich den Fans widmete.

Rund ums Stadion tauchten die fast 70.000 Football-Fans in eine Welt ab, die so ansonsten wohl nur in den Arenen in den USA zu erleben ist. Besonders hängen blieb dem Spieler der SG Ehrenberg ein Ballfang-Automat, der die üblichen Trainingsübungen der NFL-Stars simulierte und Bälle aus einer Maschine heraus abfeuerte.

Während dem Spiel drückte Scheffler den Tampa Bay Buccaneers die Daumen: „Ich habe keine Lieblingsmannschaft und schaue nicht so oft Football wie meine Kollegen. Aber Tom Brady ist eine Kultfigur, deshalb war ich eher für Tampa Bay.“ Die Buccaneers und Superstar Brady, die eine bislang überschaubare Saison spielen, besiegten die Seattle Seahawks mit 21:16. Noch am Tag nach dem Spiel, auf der Zugfahrt zurück nach Fulda, zeigt sich Scheffler überwältigt von den Eindrücken aus München: „Sowas erlebt man vermutlich nur einmal im Leben.“ Im kommenden Jahr wird auf Frankfurt ein ähnlicher Ansturm warten.

Barockstadt-Trainer Sascha Fiedler: „Eine Fan-Party“

Einen Tag früher als Scheffler reiste Sascha Fiedler, U17-Trainer der SG Barockstadt, nach München, konnte die Stimmung in der Stadt aufsaugen. „Da war alles brechend voll, man kam nirgends mehr rein. Ich glaube, dass es so auch beim Super Bowl ist“, sagt Fiedler, der im Spiel ebenfalls die siegreichen Bucs favorisierte. Auch den 35-Jährigen beeindruckte das NFL-Spiel sehr: „Das war der absolute Wahnsinn, mit Fußball überhaupt nicht zu vergleichen. Das war eine einzige Fan-Party, wo der Bucs-Fan neben dem Seahaws-Fan saß und beide einfach froh waren, dabei zu sein.“

Extra für das Football-Spiel bat Fiedler um die Verlegung des Hessenpokal-Spiels seiner Mannschaft beim JFV Stadtallendorf/Ostkreis. Die Vereine einigten sich, sollten schon am Freitag aufeinandertreffen. Ärgerlich für Fiedler: Vor Ort pfiff der Schiedsrichter die Partie wegen Nebels nicht an, Fiedler und seine Jungs müssen morgen wieder nach Stadtallendorf reisen. Der Ärger war jedoch am nächsten Tag wieder verflogen und wich der Begeisterung.

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