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Rettet die Amateure!

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Foto: Charlie Rolff
Foto: Charlie Rolff © Foto: Charlie Rolff

Setzt sich der DFB genügend für die Belange der Amateurvereine ein? Laut einer aktuellen kicker-Umfrage sind nur fünf Prozent von 8.000 Befragten dieser Meinung. Das Bündnis "Rettet die Amateure", zu denen der frühere Vorsitzende des JFV Viktoria Fulda, Thomas Dreifürst, gehört, lädt deshalb für Freitag (18 bis 20 Uhr) zu einer Videokonferenz ein, um die Zustände zu verbessern.

Lediglich jeder Achte sieht für den Amateurfußball einen positiven Trend. Die Angst vor einer erneuten Unterbrechung der Saison sowie Mitgliederschwund durch Folgen der Pandemie sind allgegenwärtig. Nur 20 Prozent der 8.000 Befragten geben den Fußball-Verbänden die Note gut oder sehr gut. 75 Prozent bemängeln deren Transparenz.

Soweit die Zahlen. "Doch die Funktionäre scheint es nicht oder nur wenig zu umtreiben, dass viele Vereine die Jugendleitung nicht mehr besetzt bekommen, immer schwerer Trainerinnen und Trainer finden, zudem in der medialen Berichterstattung kaum vorkommen. Die DFB-Spitze ist vor allem mit Kandidatendiskussionen für eben diese beschäftigt", schreibt das Bündnis "Rettet die Amateure", das sich seit geraumer Zeit mit Themen rund um den Amateurfußball befasst.

Es fordert höhere Erlöse für die Amateure aus dem so genannten TV-Grundlagenvertrag mit den Profis. Zugleich sorgt sich das Bündnis um den Zustand des Ehrenamtes, fordert eine bessere Unterstützung für die Basis. Und es wünscht sich eine ehrliche Diskussion um die Zukunft des Amateurfußballs. Nein, eigentlich um die Zukunft des ganzen Fußballs. "Denn statt die Gräben zwischen Profi- und Breitensport noch weiter zu vertiefen, setzen wir auf gemeinsame Lösungen. Die Profis werden ohne die Amateure nicht können, denn diese kaufen die TV-Abos, die Merchandising-Artikel oder die Tickets für die Stadien. Gleichzeitig liefern die Profis den Kindern und Jugendlichen die Vorbilder, denen diese nacheifern. Im Prinzip also eine Win-Win-Situation. Doch wer versteht sie als solche?!", fragt sich das Bündnis.

Engagierte Vereinsverantwortliche haben nun beschlossen, einen digitalen Austausch unter dem Motto "Rettet die Amateure" durchzuführen. Alle interessierten Vorstände und Aktiven sind dazu eingeladen, sich mit Dreifürst und Co. auszutauschen und gemeinsam Strategien zur Verbesserung der Verhältnisse zu entwickeln. Profivertreter, Medienschaffende oder andere Interessierte sind ebenfalls herzlich eingeladen. Die Öffentlichkeit solle für den teilweise alarmierenden Zustand Amateurfußball sensibilisiert werden.

Die Videokonferenz findet am Freitag, 5. November, von 18 bis 20 Uhr statt. Anmeldungen unter: rettetdieamateure@web.de bitte mit Nennung des Namens und des Vereins. Der Zugangs-Link wird einen Tag vor der Veranstaltung per E-Mail versendet.

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