Adrian Happe (Bildmitte) hatte gegen Dumitru Neacsu (l.) und Lukas Hildenbrand einen schweren Stand. Foto: Kevin Kremer
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Adrian Happe (Bildmitte) hatte gegen Dumitru Neacsu (l.) und Lukas Hildenbrand einen schweren Stand.

Steinbach braucht fünf Minuten fürs Finale

Am Finaleinzug des Hessenligisten SV Steinbach im Kreispokal gab es nach fünf Minuten keine Zweifel mehr. Beim 8:0 (6:0) beim Kreisoberligisten FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen zeigte die Mannschaft von Petr Paliatka einen souveränen Auftritt, allerdings bereitete der Gegner den Weg.

Das Spiel war fünf Minuten alt, da hätte sich FSG-Torwart Julian Göltner wohl das bequeme Sofa herbeigesehnt. Eine Flanke von Sebastian Bott ließ er Homan Halimi vor die Füße fallen, der nur einschieben musste (3.). 120 Sekunden später missglückte ein Klärungsversuch, Kubilay Kücükler traf ins verwaiste Tor (5.). Fünf Minuten und der favorisierte Hessenligist hatte mehr als nur einen Fuß in der Tür zum Finale. "Es wäre schlimm gewesen, wenn wir den Klassenunterschied heute nicht gesehen hätten. So war es okay, nach den frühen Toren war das Spiel eigentlich gegessen", sagte Steinbachs Trainer Petr Paliatka.

"Es war schade, dass wir uns das Leben mit den zwei eigenen Gegentoren gleich so schwer gemacht haben", haderte FSG-Trainer Marcel Schmitt, der vor allem mit seinem Schlussmann fühlte: "Das ist schade für ihn, er ist für uns Woche für Woche eine sichere Bank." Immerhin: Göltner fand nach den rabenschwarzen Minuten wieder zu seinem Spiel, an den weiteren Gegentreffern hatte er keine Anteile.

Nach diesen frühen Treffern trat Steinbach äußerst konzentriert auf, ließ gegen den Kreisoberligisten keine Offensivaktion zu und baute im Laufe des ersten Durchgangs die Führung weiter aus. Jannik Hofmann (22.), Sebastian Bott (37.), Felix Matthaei (44.) und erneut Halimi (45.) trafen alle nach Schema F: Die FSG-Verteidigung wurde überspielt, vor dem Tor der freie Mann gesehen, der meist nur noch einschieben musste.

Nach dem Seitenwechsel stabilisierte sich Kiebitzgrund/Rothenkirchen, ohne aber das von Maurice Pappert gehütete Steinbacher Tor in Gefahr zu bringen. Das Team von Petr Paliatka fand nur noch selten den konsequenten Weg zum Tor, einige Male verstrickte sich der Gast im klein klein. In der Schlussphase durfte sich Petr Kvaca noch in die Torschützenliste eintragen, zuerst per Foulelfmeter (81.), wenig später per sehenswertem Flugkopfball zum 8:0-Endstand (86.).

Die Statistik

FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen: J. Göltner - Helmke, Dietz, M. Göltner, M. Fey - Schulz, Kraft - Spirovski, F. Fey, Noll - Happe.
SV Steinbach: Pappert - Bott, Hildenbrand, Neacsu, F. Wiegand (46. Manß) - Kvaca, Kücükler (46. Ludwig) - Körner (46. Stadler), Matthaei, Hofmann - Halimi.
Schiedsrichter: Nicholas Dostal (SV Wölf).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Homan Halimi (3.), 0:2 Kubilay Kücükler (5.), 0:3 Jannik Hofmann (22.), 0:4 Sebastian Bott (37.), 0:5 Felix Matthaei (44.), 0:6 Homan Halimi (45.,) 0:7 Petr Kvaca (81., Foulelfmeter), 0:8 Petr Kvaca (86.).

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