Partystimmung in Wölf: Der A-Ligist kickte Gruppenligist Eiterfeld/Leimbach aus dem Wettbewerb. Foto: Charlie Rolff
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Partystimmung in Wölf: Der A-Ligist kickte Gruppenligist Eiterfeld/Leimbach aus dem Wettbewerb.

Straub und Wölf schaffen die Sensation

Wer hätte das gedacht? A-Ligist SV Wölf hat im Viertelfinale um den Kreispokal Lauterbach/Hünfeld die Sensation geschafft und den "großen" Nachbarn Eiterfeld/Leimbach ausgeschaltet. Mit 1:0 gewannen die Wölfer gegen den zwei Klassen höher angesiedelten Titelkandidaten der Gruppenliga. Es war ein verdienter Sieg mit ganz viel Leidenschaft. Im Halbfinale treffen die Wölfer nun auf den TSV Ilbeshausen.

Die Vogelsberger bekamen den Halbfinaleinzug geschenkt. Gegner Soisdorf musste am Mittwoch absagen.

Eiterfelds Trainer Ante Markesic hatte nach dem 1:1 bei FT Fulda Alarm geschlagen ob der Überbelastung der Spieler. Und tatsächlich: Das Spiel in Wölf war das zehnte Pflichtspiel seit dem 8. August innerhalb von nur 30 Tagen. Entsprechend verzichtete Markesic beim zwei Klassen tiefer spielenden Nachbarn auf Leute wie Keeper Iulius Radulescu, Fabio Witzel, Mihai Moise, Sorin Leucuta, Thomas Aumann und zunächst auch auf Robin Sorg und Issak Somov.

Ein heißes Eisen, denn der Außenseiter aus Wölf hatte vor der Pause die besseren Möglichkeiten und führte auch verdient. Die erste dicke Möglichkeit hatte nach Foul an Dogru Kevin Kurz. Sein Elfmeter war aber viel zu schwach geschossen, um Wölfs Keeper Jesaja Spies zu überwinden.

Dem vergebenen Elfmeter standen drei super Gelegenheiten des Außenseiters gegenüber. Philipp Lange hätte schon früher sein Tor machen können, als er von Herber bedient wurde (18.). Genau wie später Marvin Weyer, der nach Ballverlust von Galbas von der Mittellinie allein aufs Tor zu lief (28.), er scheiterte aber an Schlussmann Marco Ludwig.

Umso größer war der Jubel, als Wölf mit einem herausragenden Tor die Pausenführung doch noch klarmachte. Julius Herber legte am Strafraumeck quer in die Mitte und was Torschütze Lange dann mit der Vorlage machte, das war Extraklasse. Sein Schlenzer Marke "Tor des Monats" schlug im langen Eck ein.

Zur Pause reagierte Ante Markesic auf den laschen Fußball seiner Mannschaft und brachte nun doch mit Issak Somov und Robin Sorg mehr Offensivpower. Der Erfolg war jedoch gering: Eiterfelds Motor stotterte weiter und solange es die Kräfte zuließen, waren die Wölfer auch immer wieder bemüht nach vorne zu spielen. Eiterfeld erhöhte im Endspurt das Tempo, hatte mehr Sprit im Tank. Das machte Wölf mit einer unbändigen Leidenschaft wett. Am Ende war der Sieg absolut verdient ob der Einstellung.

Am Rande des Spiels machte Pokal-Spielleiter Bernd Kraft deutlich, dass beide Halbfinals erst im März 2022 gespielt werden.

Die Statistik:

SV Wölf: Spies; F. Fey, Dieterich, Schäfer, Hahner, Weyer, Meissmer (75. Zachartschuk), Göllmann, Herber, Schwalbach, Lange (62. B. Wiegand).
SG Eiterfeld/Leimbach: Ludwig; Y. Hilpert, Galbas, J. Busold, Wolf, Pepic, Müller-Siebert, Kurz, Dogru (46. Somov), A. Busold (46. Sorg), Demir.
Schiedsrichter: Leonard Plutz (SV Burghaun).
Zuschauer: 130.
Tor: 1:0 Philipp Lange (42.).
Verschossener Elfmeter: Kevin Kurz (Eiterfeld) scheitert an Torwart Jesaja Spies (10.).

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