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So findet man die Aktion in sozialen Netzwerken

Keine sofortige Spielberechtigung

Vereine empfangen Ukrainer mit offenen Armen

Fußballer, die aus der Ukraine nach Deutschland flüchteten und hier Fußball spielen wollen, dürfen nicht sofort am Spielbetrieb teilnehmen. Das gab der Deutsche Fußball-Bund bekannt. Vereine werden Ukrainer dennoch aufnehmen.

Die Verbandsligisten FC Eichenzell und Lichtenauer FV sowie Hessenligist SV Neuhof sind in der Aktion eines ihrer Partner eingebunden. Geflüchtete Kinder und Jugendliche können so unkompliziert an die Jugendtrainer vermittelt werden. „Wenn das eintritt, sind wir so aufgestellt, dass wir in allen Altersklassen Fußball anbieten können. Für uns ist das selbstverständlich, in der Vergangenheit hatten wir schon Kontakt zu Einrichtungen für Flüchtlinge, die bei uns dann Fußball gespielt haben“, sagt Joao Azevedo, Jugendleiter des JFV Lichtenau-Großalmerode. Doch auch unabhängig von dieser Aktion stehen der LFV und dessen Jugendförderverein in Kontakt mit dem Rathaus. „So können wir aktiv auf die Familien zugehen, wenn Geflüchtete in der Region ankommen“, sagt Azevedo.

DFB: Wechsel von Ukrainern ja, Spielberechtigung nein

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich intensiv mit der vom FIFA-Rat eröffneten Möglichkeit befasst, ausländische Spieler- und Spielerinnen von Vereinen aus der Ukraine und Russland nach dem Ende der Wechselperiode II (1. bis 31. Januar) zu verpflichten und noch in der laufenden Saison 2021/2022 einzusetzen. Das DFB-Präsidium, die zuständigen DFB-Ausschüsse und die zuständigen Fachabteilungen des DFB haben sich dabei nach genauer Abwägung entschieden, dass diese Optionen zum jetzigen Zeitpunkt in Deutschland nicht wahrgenommen werden.

Die grundsätzliche Möglichkeit für die betroffenen Spieler*innen, in deutschen Vereinen dem Fußballsport nachzugehen, bleibt unabhängig davon gegeben. Für Spieler*innen jeder Altersklasse besteht gemäß der allgemeinen Vereinswechselbestimmungen die Gelegenheit, nach einem Transfer außerhalb der Wechselperiode mit sofortiger Wirkung am Trainings- und Freundschaftsspielbetrieb des aufnehmenden Vereins teilzunehmen.

Untersagt sind lediglich Einsätze in Pflichtspielen (Liga, Pokal, Relegation) noch in der laufenden Saison. Hauptgrund für die Entscheidung des DFB ist, die sportliche Integrität der Wettbewerbe und der verbleibenden Spieltage der Saison 2021/2022 in allen Spielklassen zu wahren. Der DFB hat alle Klubs seiner Spielklassen und alle Regional- und Landesverbände über die Entscheidung informiert.

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