Max Trabes und die SG Schlitzerland lieferten sich gegen Adrian Happes FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen einen heißen Pokalfight. Foto: Kevin Kremer
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Max Trabes und die SG Schlitzerland lieferten sich gegen Adrian Happes FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen einen heißen Pokalfight.

Von 16 Schützen verschießt nur einer

Die FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen steht im Halbfinale des „alten“ Kreispokals und empfängt dort den Hessenligisten SV Steinbach: 1:1 (1:1) stand es gegen Ligakonkurrent SG Schlitzerland nach regulärer Spielzeit. Ohne Verlängerung ging es direkt ins Elfmeterschießen, in dem Aljoscha Kurz als einziger der 16 Spieler verschoss.

Vor exakt 255 Tagen hatten beide Teams das letzte Mal ein Pflichtspiel bestritten – und das tatsächlich gegeneinander. Ein ganz so heißer Ritt wie einst, als es zehn Gelbe, eine Rote, ein Kreuzbandriss für Schlitzerlands Jannik Braun und letztlich einen hart umkämpften 3:2-Heimsieg für die FSG zu bejubeln gab, war es heuer nicht.

Doch die lange Pause sah weder Braun noch die rund 140 weiteren Zaungäste den Teams an. Für ein munteres Spielchen sorgten in der regulären Spielzeit die beiden Neuner, die in der Kreisoberliga Mitte durchaus für Furore sorgen könnten: Auf der einen Seite, die der Gäste, sorgte der erst 18-jährige A-Junior Emil Solms Laubach für mächtig Betrieb. Von untersetzter Statur und gutem Gefühl für den Raum, erzielte er den schnellen Fühungstreffer nach feinem Anspiel von Tobias Wahl (10.). Und hätte Marvin Fey nicht für den bereits geschlagenen Keeper Julian Göltner geklärt, Solms Laubach hätte 60 Sekunden später schon einen Doppelpack geschnürt.

Und auf der anderen Seite hat Adrian Happe nun seinen Traum verwirklicht: Der ehemalige Eichenzeller ist gelernter Verteidiger, sorgte auf genau dieser Position aber für so viel Tore, dass ihn sein Trainer Marcel Schmitt nun als Mittelstürmer stellt. Er dankte es ihm schnell, erzielte aus der Drehung den Ausgleich (24.) und hatte bei zwei weiteren guten Aktionen Pech.

Pech hatte ein anderer Youngster der Gäste: Bei einer unglücklichen Aktion verletzte sich Nikita Smirnov am Knie, der Krankenwagen musste kommen, um ihn zu behandeln. Schiedsrichter Macel Lindemann hatte allerdings weniger Probleme als sein Kollege vor 255 Tagen: Er kam mit fünf Gelben Karten und ohne Platzverweis aus.

Die Statistik:

FSG Kiebitzgrund/Rothenkirchen: J. Göltner; Mihm, Helmke, M. Göltner, Spirovski, Happe, Kraft, Rohde, Dietz, F. Fey, M. Fey – Schneider, Schulz
SG Schlitzerland: Feist; Erovic, Feick, Trabes, Hahn, Rippl, Schmier, Solms Laubach, Wahl, Suppes, Hampl – Kurz, Smirnow, Lohse.
Schiedsrichter: Marcel Lindemann (SC Soisdorf).
Zuschauer: 130.
Tore: 0:1 Emil Solms Laubach (10.), 1:1 Adrian Happe (24.). Elfmeterschießen: 1:2 Florian Rippl, 2:2 Marvin Fey, 2:3 Marius Hampl, 3:3 Christian Helmke, 3:4 Marius Lohse, 4:4 Adrian Happe, 4:5 Max Trabes, 5:5 Eduard Schulz, 5:6 Julian Feick, 6:6 Fabian Fey, 6:7 Julius Schmier, 7:7 Julian Göltner, 7:8 Fabian Suppes, 8:8 Jonas Mihm, Aljoscha Kurz schießt drüber, 9:8 Marvin Göltner.

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