Fabian Schaub fehlt derzeit verletzt. Foto: Kevin Kremer
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Fabian Schaub fehlt derzeit verletzt.

Youngster sollen sehen, wie der Hase läuft

Mit dem SV Flieden und der SG Barockstadt bestreiten zwei Hessenligisten ihre ersten Testspiele des neuen Jahres. Beide testen gegen Regionalligisten.

Die Buchonia ist am Samstag (14 Uhr) am Niederräder Kunstrasenplatz zu Gast und misst sich mit dem FSV Frankfurt. Die Mannschaft des früheren Borussen-Trainers Thomas Brendel spielt genau wie Flieden ihr erstes Vorbereitungsspiel. „Für uns wird es darum gehen, wieder reinzukommen und Spielpraxis zu sammeln“, betont Fliedens Kapitän Sascha Rumpeltes, der froh ist, dass nach einigen Laufeinheiten und Trainings im Fitnessstudio wieder der Ball im Spiel ist.

„Natürlich wäre es schöner, so ein Spiel am Ende der Vorbereitung zu haben. Aber wenn man so einen höherklassigen Gegner kriegen kann, nimmt man ihn mit“, sagt Rumpeltes. Abgesehen von den Langzeitverletzten Luca Gaul und Kamran Ahmed Tariq fehlen derzeit zwei Spieler: Angreifer Fabian Schaub (Achillessehnenprobleme) und Mittelfeldmann Lukas Marvin Friedrich (Knieverletzung). Stattdessen dürfen sich zurzeit zahlreiche junge Spieler aus der zweiten Mannschaft und A-Jugend beweisen – auch gegen den FSV: „Da können die Jungs sehen, wo es hingehen kann, wenn man in der Hessenliga spielt. Die Spieler, die sich gut verkaufen, können dann sicherlich zum erweiterten Kreis gehören“, weiß Rumpeltes.

"Konkurrenz belebt die Bude"

Die Barockstadt testet zur gleichen Zeit bei Frankfurts Konkurrent FC Gießen. Trainer Sedat Gören wählt bewusst ein hohes Kaliber zum Start, „denn wir müssen direkt an unsere Grenze gehen. Wir wollen uns mit starken Teams messen und daraus unsere Lehren ziehen.“ Der Kader sei nahezu vollzählig, so dass fast jeder Spieler 45 Minuten Einsatzzeit bekommen könnte. Einzig Jan Vogel musste durch die Kunstrasenbelastung nach seiner Operation zuletzt vorsichtiger agieren.

Zudem ist der Trainer über die jüngsten Neuzugänge glücklich, denn der Konkurrenzkampf gewinnt an Würze: „In erster Linie fangen wir die zwei Abgänge auf. Dass das so rasch glückte, ist gut. Akif und Eric passen menschlich gut ins Team und haben sich in der Liga bewiesen.“ Kovac sei eine gute Alternative auf allen offensiven Positionen, während Ganime Bastos neben der Innenverteidigerrolle auch auf der Sechs agieren könne und somit Johannes Hofmanns Verlust möglicherweise kompensieren soll. Doch selbst eine Dreierkette mit Markus Gröger und Marius Grösch sei denkbar.

Eindruck haben die Neuzugänge jedenfalls bereits in den ersten Trainingseinheiten beim Trainer hinterlassen. Die Stimmung in der ersten Trainingswoche ist indes hervorragend. Das Team hat durch individuelle Pläne bereits ein ausreichendes Laufpensum abgespult, die fehlenden Prozente sollen nun folgen. „Wichtig ist, dass wir die zuletzt Verletzten heranführen. Das Zeitfenster ist groß, so dass wir selbst auf Rückschläge reagieren können“, schildert der 50-Jährige, der einen höheren Konkurrenzkampf erwartet. Durch fehlendes Spielermaterial sei dieser in den vergangenen Monaten abhanden gekommen. „Der eine oder andere konnte sich sicher fühlen. Das wird nun wieder anders, denn Konkurrenz belebt die Bude.“

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