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USA-Highlights mit Super Bowl, NBA und Leon Draisaitl

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Von: Tobias Konrad

Jonas Wenzel Moritz Reith USA Großenlüder
Jonas Wenzel (links) und Moritz Reith erlebten ereignisreiche Tage in den USA. © Jonas Wenzel

In den USA sind viele Dinge ein Superlativ. Das erlebten in der vergangenen Woche Torgranate-Fotograf Jonas Wenzel sowie Großenlüders Spieler Moritz Reith, die neben dem Super Bowl zu Gast bei einem Spiel der NBA und NHL waren.

Ein Mal beim größten Sportereignis der Welt live dabei sein. Bei dem Event, das jährlich eine Milliarde Menschen in den Bann reißt. Eigentlich unmöglich. Doch zwei Osthessen zeigten in vor zehn Tagen, dass es doch möglich ist. Wenzel, zugleich noch Reiths Betreuer in Großenlüder, hatte – kurz gesagt – den richtigen Draht. Ein Bekannter arbeitet für eine französische Agentur und erhielt den Auftrag, vom Super Bowl und dem Drumherum – quasi aus der Fan-Perspektive – zu berichten. Von Wenzel selbst war keine Rede. Doch jener Bekannte hatte bereits einen anderen Auftrag, weilte er doch bei den Olympischen Winterspielen in Peking. Und so kam der Fuldaer ins Spiel, der obendrauf noch einen zweiten Auftrag erhielt und ein Spiel der amerikanischen Basketballliga (NBA) und Eishockeyliga (NHL) begleiten sollte.

Horrende Ticket- und Hotelpreise

Erfahren von seinem Glück hat Wenzel erst in der Woche vor dem größten Football-Spiel der Welt. In Los Angeles trafen die Cincinatti Bengals und die Los Angeles Rams aufeinander. Die Planung musste schnell gehen: Anträge gestellt, Tickets, Hotel – die simpelsten Übernachtungsmöglichkeiten kosteten 500 Dollar – und Flieger gebucht werden. Alles auf Kosten des Auftraggebers. In den Tagen nach dem Super Bowl besuchten er und Reith noch das NBA-Spiel zwischen den Los Angeles Clippers und den Golden State Warriors sowie das NHL-Spiel zwischen den Los Angeles Kings und den Edmonton Oilers um den deutschen Superstar Leon Draisaitl. Reiths Aufgabe? „Ich durfte eine Begleitperson mitnehmen und habe Moritz als ‚Art Director‘ angegeben. Für ihn als angehenden Sportlehrer stellt es eine gute Erfahrung dar“, schildert Wenzel.

Alles glückte, der Hinflug wurde auf den letzten Drücker erreicht. Ein Hotel wurde es nicht, zu teuer. Also ein Motel, immer noch 200 Dollar schwer. In LA angekommen erschlug es das Duo. Die Ausmaße der Stadt seien nicht zu beschreiben, in den vier Tagen klapperten beide einige Touristenspots ab. Doch bei der Ankunft, rund 24 Stunden vor dem großen Spiel, war in der Stadt kaum etwas von Football zu sehen. Erst am Tag selbst wandelte sich die Gegend rund ums Stadion, Privatparkplätze wurden zu horrenden Preisen angeboten, da öffentliche Parkmöglichkeiten kaum vorhanden waren und der öffentliche Nahverkehr quasi kaum vorhanden ist.

Wer sich für Sport interessiert, muss es sich leisten können.

Jonas Wenzel zu den Kosten in den USA

Das Spiel rückte näher, etliche Schaulustige waren auf dem Stadiongelände versammelt. Was Wenzel vor allem in Erinnerung bleibt, sind die zahlreichen Sekten. Jesus und Scientology hier, Impfgegner und Mexikaner mit Grill und Bier dort. Und ein reiches Klientel. Die Preise zum Super Bowl sind nichts für schwache Nerven, entsprechend sind rund um das Event zu großen Teilen Stars und Sternchen vertreten. Wer keine Eintrittskarte besitzt, muss mit dem weitläufig abgesperrten Gelände – etwa acht Kilometer ist die Strecke um das Stadion – vorliebnehmen. So wie Wenzel und Reith, die für den Auftrag während des Spiels das Geschehen rund um das Spiel begleiteten und viele Garagen-Partys wahrnahmen. Immerhin konnten die Osthessen zu einem späteren Zeitpunkt noch einen Blick ins Innere des SoFi-Stadium erhaschen und einige Fotos für das Album sammeln.

Viel Show und Kontakt zu Leon Draisaitl

Dass die Show in den USA zu Sportereignissen dazugehört, wurde zudem an den folgenden Tagen bei NBA und NHL deutlich. Feuerwerk, Konfetti oder ein ausgiebiges Programm zum Valentinstag. Der Sport spielt nicht immer die erste Geige, wobei das Ticket beim Basketball rund 300 Euro und beim Eishockey etwas günstiger daherkam. „Wer sich für Sport in den USA interessiert, muss sich das leisten können. Interessant war zu sehen, dass die Fans oft noch nach Spielbeginn eintrudelten. Zum Beginn war die Halle nur zu zwei Dritteln gefüllt“, erläutert Wenzel. Des Duos Kontaktversuch zu Oilers-Star Draisaitl wollte indes nicht glücken.

Die Los Angeles Rams haben den Super Bowl gewonnen - und mittendrin: Ein Fotograf aus Fulda.
Ein Blick ins Innere des SoFi-Stadiums in Los Angeles. © Jonas Wenzel

Die Arbeit war getan, vier ereignisreiche Tage in LA waren geschafft. Doch das Abenteuer endete für beide in Las Vegas. Zwei Tage stand das private Vergnügen noch im Vordergrund. Sightseeing und der Besuch des Casinos – Standard in Vegas. Und bei der Buchung des Hotels wurde nochmals deutlich, welchen Eindruck der Super Bowl hinterlässt. Fünf Sterne hatte das Hotel, 60 Dollar kostete die Nacht. Ein Vielfaches weniger als das Motel einige Tage zuvor. „Es waren beeindruckende Tage. In Los Angeles war ich bereits zuvor, doch man hat die Stadt noch mal in einem anderen Blickwinkel wahrgenommen. Hoffentlich besteht künftig wieder die Chance, den amerikanischen Sport zu begleiten“, blickt Wenzel voraus und hofft, dass sein Koffer mitsamt Kamera noch in Fulda ankommt. Dieser fehlte bei der Ankunft in Frankfurt – wohl aufgrund des Umstiegs in Denver.

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