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„Da wünsche ich mir fast schon Hinti zurück“

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Präsidenten unter sich: Martin Hinteregger mit Eintracht-Präsident Peter Fischer.
Martin Hinteregger mit Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt. © Arne Dedert/dpa

An dieser Stelle wagt Christopher Schaus in unregelmäßigen Abständen den „Adlerblick“ – immer kritisch, immer aus der Vereinsbrille. Schaus ist Fan von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt und blickt diesmal für torgranate.de auf Makoto Hasebe, Martin Hinteregger, eine Reise nach London und Bayer Leverkusen.

Die Reise nach London war großartig – nur das Ergebnis hat nicht gestimmt. Das Stadion, das Tottenham da für 1,2 Milliarden Euro hingestellt hat, ist mit wenig zu vergleichen, was ich bislang erlebt habe. Beispielsweise der Innenraum, in dem es Snackstände wie in einer amerikanischen Shoppingmall gab. Da ich allein unterwegs war, hatte ich einen anderen Stadiontag als sonst und das Glück, direkt über den Spielern der U19 zu sitzen, die nach ihrem 3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand am Nachmittag gegen Tottenham natürlich total happy waren.

„Da wünsche ich mir fast schon Hinti zurück“

Toll waren auch unsere Fans, die eine tolle Choreo abgeliefert und Eintracht Frankfurt wieder mehr als würdig international vertreten haben. Die Wechselgesänge zwischen ihren beiden Blocks waren deutlich rauszuhören, wobei die Stimmung in englischen Stadien ja ohnehin eine spezielle ist. Außerdem ist es total ruhig geblieben. Ich war natürlich auch in Fankleidung unterwegs, wurde aber nicht einmal schräg angeschaut. Das Miteinander war prima.

Der Mann mit dem Adlerblick:

Christopher Schaus (42) ist geschäftsführender Gesellschafter des Fuldaer Unternehmens WEMAG GmbH und Co. KG. Er betreibt seit 2013 den Eintracht-Fanshop in den Räumlichkeiten der WEMAG in der Heidelsteinstraße. Schaus ist zeitlebens eingefleischter Eintracht-Fan und hat die großen Triumphe der letzten Jahre hautnah miterlebt.

Nicht so toll war das Ergebnis. Kane und Son spielen eben in einer anderen Liga und unsere Verteidiger sind da manchmal noch zu grün. Dass jetzt Makoto Hasebe für den Rest der Hinrunde ausfällt, trifft uns hart. Da wünscht man sich Martin Hinteregger zurück, der die Verteidigung führen kann, zumal viel danach aussieht, dass wir wegen des Hasebe-Ausfalls zurück zu einer Viererkette kehren werden. Klar ist, dass wir in der Winterpause auf alle Fälle in der Abwehr nachjustieren müssen – und hoffentlich einen Spieler mit internationalem Niveau holen.

Hoffentlich, weil wir dann wissen, ob und wenn ja, wo wir international überwintern. Mit vier Punkten aus vier Spielen ist in dieser engen Gruppe immer noch alles möglich, dafür müssen wir in knapp zwei Wochen aber Marseille schlagen, was nach dem Hinspiel natürlich im Bereich des Möglichen ist. Und wie sehr wir kleine Wunder vollführen können, haben wir ja nicht zuletzt in Barcelona bewiesen.

Jetzt stehen aber erst einmal Bundesliga und DFB-Pokal auf dem Programm. Bayer Leverkusen ist heute ganz schwer einzuschätzen. Nach dem Trainerwechsel weiß man nicht so genau, wo die Mannschaft steht. Aber nach zwei Niederlagen in Folge bin ich überzeugt, dass wir Leverkusen schlagen können.

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