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Makoto Hasebe: Wahnsinnige Präsenz, wahnsinniges Stellungsspiel

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Makoto Hasebe
Verbeugt sich Harry Kane etwa vor Makoto Hasebe - oder richtet er sich doch nur die Stutzen? Gegen Tottenham Hotspur legte Eintracht Frankfurts „ewiger“ Japaner ein blitzsauberes Spiel hin. © Arne Dedert/dpa/Archivbild

An dieser Stelle wagt Christopher Schaus in unregelmäßigen Abständen den „Adlerblick“ – immer kritisch, immer aus der Vereinsbrille. Schaus ist Fan von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt und blickt diesmal für torgranate.de auf Makoto Hasebe, Mario Götze, Rotation und das Spiel beim VfL Bochum.

Das Spiel gegen Tottenham Hotspur hat eine Menge Erkenntnisse mit sich gebracht: Einerseits hat man gesehen, dass Eintracht Frankfurt mittlerweile über einen Kader verfügt, der mit den Großen mithalten kann. Andererseits musste man aber auch feststellen, wie sehr ein Mario Götze in solchen Spielen schon fehlt. Er ist immer anspielbar, macht die Bälle gut fest und hat fast immer eine Idee. Gegen Tottenham hat uns das gefehlt, da gab es viele lange Bälle auf Randal Kolo Muani, der diesmal blass blieb. Champions League ist eben doch nicht Bundesliga oder Europa League.

Makoto Hasebe: Wahnsinnige Präsenz, wahnsinniges Stellungsspiel

Dass wir nun vier Punkte und noch alle Chancen aufs Weiterkommen haben, hätte ich vor der Gruppenphase unterschrieben. Einen großen Anteil daran hat Makoto Hasebe. Der Mann wird bald 39 Jahre, verfügt aber über eine wahnsinnige Präsenz, ein wahnsinniges Stellungsspiel und schafft es damit tatsächlich, Spieler wie Harry Kane ganz alt aussehen zu lassen. Ich hoffe für das Rückspiel auf die Rückkehr von Mario Götze und bin zuversichtlich, dass in London was geht. Die werden uns sicherlich unterschätzen.

Der Mann mit dem Adlerblick:

Christopher Schaus (42) ist geschäftsführender Gesellschafter des Fuldaer Unternehmens WEMAG GmbH und Co. KG. Er betreibt seit 2013 den Eintracht-Fanshop in den Räumlichkeiten der WEMAG in der Heidelsteinstraße. Schaus ist zeitlebens eingefleischter Eintracht-Fan und hat die großen Triumphe der letzten Jahre hautnah miterlebt.

Zuvor müssen wir aber in der Bundesliga bestehen: Es geht nach Bochum. Auf das Spiel freue ich mich total, weil uns im Ruhrstadion „Fußball pur“ erwartet. Ein altes Stadion mit jeder Menge Charme, dazu Bratwurst und Bier. Da freuen sich meine Söhne und ich mich schon richtig drauf. Allerdings muss jedem Eintrachtler klar sein: uns erwartet da ein ganz anderes Spiel als noch gegen Tottenham oder Union.

Ein Meer aus Fahnen: Gegen Tottenham Hotspur tauchte Eintracht Frankfurt das Waldstadion in die Farben schwarz, weiß und rot.
Ein Meer aus Fahnen: Gegen Tottenham Hotspur tauchte Eintracht Frankfurt das Waldstadion in die Farben schwarz, weiß und rot. © privat

Denn nachdem wir nun den Tabellenführer der Bundesliga geschlagen haben, dürfen wir keinesfalls den Letzten unterschätzen. Schade ist, dass Kolo Muani nicht spielen kann. Er hätte mit seinem Tempo die Abwehr allein beschäftigen können. Aber ich gehe davon aus, dass jetzt Spieler wie Rafael Borre oder Lucas Alario ihre Chance bekommen – und sicherlich auch nutzen wollen. Wir können den nächsten Sprung in der Tabelle machen – und werden das, wenn die Spieler erneut 100 Prozent geben.

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