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Gehalt mal drei, weniger Steuern – Hut ab vor Kevin Trapp!

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Von: Johannes Götze

West Ham United - Eintracht Frankfurt
Um Torhüter Kevin Trapp und Eintracht Frankfurt ist eine Faszination entstanden. © Arne Dedert/dpa

An dieser Stelle wagt Christopher Schaus in unregelmäßigen Abständen den „Adlerblick“ – immer kritisch, immer aus der Vereinsbrille. Schaus ist Fan von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt und blickt diesmal für torgranate.de auf Kevin Trapp, die Champions League und schon wieder den Videoschiedsrichter.

In der vergangenen Woche bin ich kurz in Schockstarre verfallen, weil ein Wechsel von Kevin Trapp zu Manchester United kolportiert wurde. Das Jahresgehalt mal drei, weniger Steuern zahlen – so etwas ist verlockend, das lehnen nicht viele ab. Deswegen freue ich mich, dass er sich gegen das Geld und für den Verein entschied hat, mit dem er große Erfolge feiern konnte – er wird Champions League mit Eintracht Frankfurt genießen können. Hut ab für seine Entscheidung! Und ich glaube, dass uns jetzt auch kein Leistungsträger mehr verlassen wird.

Hut ab vor Kevin Trapps Entscheidung gegen das Geld

Gefreut habe ich mich über die Auslosung der Champions League: Sporting Lissabon ist ein richtig geiles Los, Tottenham Hotspurs und Olympique Marseille allerdings auch. Das sind drei Traditionsclubs mit toller Fankultur und großen Stadien. Da ist die Chance größer, dass vergleichsweise viele Karten für die Eintracht und auch für unseren Fanshop abfallen. Ich warte noch auf Rückmeldung aus Frankfurt, dann werde ich mit den Planungen für mögliche Auswärtsfahrten beginnen, um den Fans wieder außergewöhnliche Europapokal-Momente zu ermöglichen.

Und vielleicht meint es die UEFA ja besser mit uns: Wenn ich mir unser letztes Bundesliga-Spiel gegen Köln anschaue, fühle ich mich schon wieder bestätigt und frage mich, was die Affen im Kölner Keller da eigentlich machen? Zwei Wochen hintereinander haben die Videoschiedsrichter jetzt schon wieder in entscheidenden Situationen gegen uns entschieden. Zumindest zwei Punkte mehr auf dem Konto und wenigstens einen Saisonsieg haben uns diese Entscheidung gekostet. Natürlich schaue ich da aus der Vereinsbrille drauf, aber normal ist das nicht.

Der Mann mit dem Adlerblick:

Christopher Schaus (42) ist geschäftsführender Gesellschafter des Fuldaer Unternehmens WEMAG GmbH und Co. KG. Er betreibt seit 2013 den Eintracht-Fanshop in den Räumlichkeiten der WEMAG in der Heidelsteinstraße. Schaus ist zeitlebens eingefleischter Eintracht-Fan und hat die großen Triumphe der letzten Jahre hautnah miterlebt.

Und so reisen wir nun nach Bremen und sind nicht der Favorit. Was Werder in Dortmund geleistet hat, ist Wahnsinn. Aber vielleicht ist genau das ein großer Vorteil für uns, denn manchmal bewirkt so eine irre Aufholjagd, dass im nächsten Spiel vielleicht fünf Prozent weniger gegeben wird. Es kommt ja die Eintracht, die nicht mal gegen Hertha BSC gewonnen hat. Ich bin aber dennoch überzeugt, dass wir mit einer guten Leistung gewinnen können, weil wir das bessere Mannschaftsgefüge und die höhere individuelle Qualität besitzen.

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