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„Die letzte VAR-Entscheidung für Eintracht Frankfurt ist vier Jahre her“

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Von: Johannes Götze

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurts Randal Kolo Muani (l) erhält von Christopher Schaus Bestnoten. © Christophe Gateau/dpa

An dieser Stelle wagt Christopher Schaus in unregelmäßigen Abständen den „Adlerblick“ – immer kritisch, immer aus der Vereinsbrille. Schaus ist Fan von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt und blickt diesmal für torgranate.de auf den Video-Schiedsrichter, das 1:1 gegen Hertha BSC und notwendige Veränderungen in der Defensive vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den FC Köln.

Als der Schiedsrichter am Samstag in Berlin zum Monitor gelaufen ist, war mir schon klar: der Elfmeter für Eintracht Frankfurt wird zurückgenommen, den kriegen wir sowieso nicht. Ich weiß nicht, ob ich falsch liege, aber dass wir mal vom Video-Schiedsrichter wirklich profitiert haben, ist schon lange her. Faktisch am 19. Mai 2018, als es im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München keinen Elfmeter für die Bayern gab und wir im Gegenzug das 3:1 erzielen.

Der Video-Schiedsrichter und Eintracht Frankfurt sind keine Freunde

Ich verstehe einfach nicht, wie es eine klare Fehlentscheidung sein kann, wenn der Schiedsrichter minutenlang die Videosequenzen studiert. Dann kann es ja keine zweifelsfreie Fehlentscheidung gewesen sein. Und offensichtlich hat er sich auch nur einen Teil der Sequenz angeschaut, denn sonst hätte er feststellen müssen, dass Rafael Borre zwar komisch und leicht fällt, aber eben auch getroffen wird. Den Ball spielt der Herthaner nicht.

Schießen wir dann das 2:1 in der Nachspielzeit, gewinnen wir. Ob das gerecht gewesen wäre, weiß ich ehrlicherweise nicht. Wir haben in Berlin vier, fünf glasklare Chancen des Gegners zugelassen. Gegen Berlin. Das spricht nicht für unsere Defensive. Ich bin mir sehr sicher, dass Coach Oliver Glasner in der vergangenen Woche sehr viel Wert auf das Defensivverhalten gelegt hat. Und ich will nicht ausschließen, dass es zu einem Systemwechsel von Dreier- zu Viererkette kommen kann. Vielleicht brauchen wir auch einen erfahrenen Spieler wie Makoto Hasebe in der Abwehr, um mehr Ruhe und Sicherheit zu gewinnen. Die Abwehr war teilweise vogelwild.

Der Mann mit dem Adlerblick:

Christopher Schaus (41) ist geschäftsführender Gesellschafter des Fuldaer Unternehmens WEMAG GmbH und Co. KG. Er betreibt seit 2013 den Eintracht-Fanshop in den Räumlichkeiten der WEMAG in der Heidelsteinstraße. Schaus ist zeitlebens eingefleischter Eintracht-Fan und hat die großen Triumphe der letzten Jahre hautnah miterlebt.

Wichtig wird aber auf alle Fälle sein, dass wir nicht wieder in Rückstand geraten. Gegen Bayern war das frühe 0:1 ein Problem, auch gegen die Hertha lagen wir nach drei Minuten zurück und gegen Real Madrid ebenfalls schon in der ersten Halbzeit. Um mehr Sicherheit im Spiel zu gewinnen, benötigen wir unbedingt mal einen Führungstreffer, dann kommt unsere Offensivkraft auch definitiv besser zur Geltung. Gerade Kolo Muani hat in Berlin schon gezeigt, was wir von ihm erwarten können. Und immerhin stehen wir bei einem Punkt, jetzt müssen wir gegen Köln dreifach punkten – und das muss das klare Ziel sein.

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