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Kushtrim Asallari vor dem Sprung zu Gladbachs Profis

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Von: Steffen Kollmann

Kushtrim Asallari Borussia Mönchengladbach Bundesliga
Kushtrim Asallari trägt seit 2018 das Trikot von Borussia Mönchengladbach und wird im Sommer in den Seniorenbereich aufrücken. © Christian Verheyen

Ereignisreiche Tage liegen hinter Kushtrim Asallari. Neben A-Junioren-Bundesliga-Alltag bei Borussia Mönchengladbach und Abiturstress wurde der Eiterfelder jüngst für einen Lehrgang der deutschen U19-Nationalmannschaft in Mainz eingeladen.

Von Dienstag bis Freitag zweimal täglich Training und zwischendurch Schule. 22 motivierte Spieler, für Vereine wie RB Leipzig, Holstein Kiel oder FC Watford am Ball, die sich unter der Leitung des früheren Bundesliga-Trainers Hannes Wolf für einen Kaderplatz bei den EM-Qualifikationsspielen in Finnland empfehlen wollen. Einer von ihnen: Kushtrim Asallari. Der Eiterfelder spielte zuletzt 2018 für die deutsche U16, tauschte danach die DFB-Klamotten gegen die der albanischen U-Nationalmannschaft ein.

„Wenn ich die Möglichkeit hatte, habe ich immer gerne für Deutschland gespielt“, betont der 18-Jährige, der sich mit starken Leistungen bei Borussia Mönchengladbach ins Blickfeld von Hannes Wolf und Co. gespielt hat. Sechs Tore und ein Assist stehen in zehn A-Junioren-Bundesliga-Spielen zu Buche, hinzu kommen sechs Partien für die U23 in der Regionalliga West. Der Wechsel vom JFV Viktoria Fulda ins Fohlen-Internat vor fast vier Jahren hat sich für den Offensivmann voll ausgezahlt. „Wir beschäftigen uns 24 Stunden, sieben Tage die Woche mit Fußball. Ich konnte mich persönlich und fußballerisch weiterentwickeln, habe viele Freundschaften geschlossen. Und es ist weiterhin ein Traum, für Gladbach zu spielen“, sagt Asallari.

Dass er für den Traum vom Profi nur noch selten in der Heimat ist, nimmt der Eiterfelder mit albanischen und mazedonischen Wurzeln gerne in Kauf. Obwohl seine Junioren-Zeit im Sommer endet, wird Asallari mindestens bis 2023 das Borussen-Trikot tragen. Den „viel athletischeren und robusteren“ Männerfußball hat er in der U23 schon kennengelernt. Gladbachs neuer Sportdirektor Roland Virkus kündigte zuletzt in einem Bericht der „Bild“ an, künftig vermehrt auf den Nachwuchs setzen zu wollen. Eines der Talente, das erwähnt wurde und vor der Beförderung zu den Profis stehe: Kushtrim Asallari.

Eine Erwähnung in der ‚Bild‘ sagt nicht aus, wie du im Verein dastehst.

Kushtrim Asallari

„Ich habe mit meinen Leistungen selbst in der Hand, was in der nächsten Zeit passiert“, weiß der 18-Jährige. So richtig empfehlen konnte sich Asallari lange nicht, die Pandemie sorgte dafür, dass die vergangenen beiden Spielzeiten nicht regulär beendet werden konnten. In der vergangenen Saison bestritten die A-Junioren der Gladbacher gerade einmal zwei Pflichtspiele – obwohl eigentlich das Highlight der Youth League, wo sich die Fohlen mit den besten europäischen Mannschaften wie Real Madrid und Inter Mailand messen sollten, angestanden hätte. „Immerhin konnten wir in dieser Zeit viel trainieren und Freundschaftsspiele bestreiten, aber es ist nicht ansatzweise vergleichbar mit einem normalen Spielbetrieb. Sehr ärgerlich, zumal das erste Junioren-Jahr mit das wichtigste ist.“

Umso schöner, dass nun alles wieder in geregelten Bahnen läuft. In einigen Monaten möchte Asallari sein Abitur in der Tasche haben. Und mit der U19, die er als Vizekapitän schon mehrmals aufs Feld führte, will der Offensivspieler deutlich besser abschließen als auf dem momentanen zehnten Rang. „Ich möchte mich für höhere Aufgaben im Verein empfehlen und so hoch wie möglich spielen.“

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