Der Frankfurter Rapper Vega (rechts neben Martin Hinteregger) jubelt mit dem SGE-Verteidiger über den Sieg in London.
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Der Frankfurter Rapper Vega (rechts neben Martin Hinteregger) jubelt mit dem SGE-Verteidiger über den Sieg in London und wird heute sicherlich in Sevilla mitfiebern.

Kommentar

Oh, du magische SGE: Heute schreibst du Geschichte!

Heute ist der Tag der Tage. Das Spiel der Spiele. Für die Fans fühlt es sich atemberaubend, völlig surreal an, dass Eintracht Frankfurt tatsächlich ein Europapokalfinale in Sevilla gegen Glasgow Rangers bestreitet.

Und wer bitteschön ist heute in Hessen, nein in ganz Deutschland kein Eintracht-Fan? Die SGE hat schon jetzt in bester Grimm‘scher Tradition ein Märchen geschrieben. Im biblischen Sinne die ultimative Davidsgeschichte geliefert. Ja sogar den Beweis erbracht, dass Vereinsromantik dem kaputten Kommerzfußball die Stirn bieten kann. Die Gegner waren groß. Doch weder Olympiakos Piräus, Fenerbahce Istanbul, Royal Antwerpen, Betis Sevilla, FC Barcelona noch West Ham United waren zu groß. Ungeschlagen ins Finale. In ein epochales Finale, das letzte liegt 42 Jahre zurück. Ein halbes Leben ist das.

Nicht zuletzt dank der Fans. Sie haben die Mannschaft auf Händen getragen, und dadurch sogar ein paar Tore geschossen. Die Bilder aus Barcelona gehen niemandem aus dem Kopf. Deutlich mehr Eintracht-Fans waren im Camp Nou, als beispielsweise in das Bundesliga-Stadion von Bayer Leverkusen passen. Für die Stimmung im Waldstadion gegen West Ham findet sich selbst im Duden nicht der passende Ausdruck.

Weltstars der Konkurrenz wie Ilkay Gündogan oder Mats Hummels zollten ihren Respekt, Bundesliga-Clubs wie Bochum outen sich als Fans. Eintracht Frankfurt hat eine Magie entfacht und Emotionen hervorgerufen, die nur der Sport bieten kann. Weit über die Grenze der mehr als 100.000 Mitglieder hinaus. Liebe Eintracht: Holt euch den Pokal! 

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