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Nach VAR-Ärger: BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl für Videobeweis

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Sebastian Kehl Sportdirektor Borussia Dortmund
Sebastian Kehl spricht sich für den Videobeweis aus. Der Sportdirektor von Borussia Dortmund geht auf den Ärger nach dem Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt ein. © dpa/Tom Weller

Der nicht gegebene Elfmeter beim Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund erhitzt die Gemüter. BVB-Sportdirekt Sebastian Kehl spricht sich für den Videobeweis aus.

Das offensichtliche Foulspiel von Borussia Dortmunds Karim Adeyemi an Eintracht Frankfurts Jesper Lindström unmittelbar vor dem Tor war der Aufreger des Spieltags in der Bundesliga. Dass Schiedsrichter Sascha Stegemann nicht auf Elfmeter entschied und anschließend nicht vom Video-Schiedsrichter (VAR) korrigiert wurde, fühlte sich für die Eintracht wie ein Schlag ins Gesicht an. Im Nachgang des Spiels entbrannten Diskussionen über die Sinnhaftigkeit des VAR. „So können wir es nicht machen. So brauchen wir es nicht. Dann sag ich lieber: Lass den Schiedsrichter machen. Und wenn dann eine Fehlentscheidung ist: kein Thema – ist menschlich“, äußerte sich unter anderem Markus Krösche, Sportvorstand beim Europapokalsieger. Borussia Dortmund konnte den Fehler gelassener sehen, Sportdirektor Sebastian Kehl gesteht den Fehler des VAR ein und spricht sich für den Einsatz des Video-Schiedsrichters aus.

Sebastian Kehl spricht sich für den VAR aus

In einem Gespräch mit der „WAZ“ sagte Sebastian Kehl: „Während des Spiels bin ich davon ausgegangen, dass die Situation gecheckt wurde und daher in der Form vertretbar ist. Die Bilder sprechen dann natürlich eine andere Sprache.“ Von einer Abschaffung des VAR redet er nicht. Im Gegenteil. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Video-Schiedsrichter sehr viele krasse Fehlentscheidungen häufig genug gerecht und fair gelöst hat. Jetzt alles in Frage zu stellen, ist nicht der richtige Weg. In Frankfurt hätte man das anders entscheiden können. Das Zusammenspiel zwischen Schiedsrichtern ist immer wieder verbesserungsbedürftig, auch wir waren schon Leidtragende – und nun hatten wir mal Glück. Trotzdem, das zeigen die Ergebnisse und Statistiken, hat der VAR den Fußball in vielen Situationen fairer und gerechter gemacht – da sind vor allem Abseitsentscheidungen zu nennen“, erläuterte der 42-Jährige.

NameSebastian Kehl
Geboren13. Februar 1980
GeburtsortFulda
Größe1,88 m
Aktuelle PositionSportdirektor Borussia Dortmund
Vereine als ProfiHannover 96, SC Freiburg, Borussia Dortmund, Deutsche Nationalmannschaft
Vereine als FunktionärBorussia Dortmund
FamilieEhefrau Tina Krüger, drei Kinder

Sebastian Kehl: „VAR hat Fußball gerechter gemacht“

Mit Blick auf das Ergebnis ist der in Fulda geborene Sebastian Kehl glücklich. Der 2:1-Sieg bei Eintracht Frankfurt war zwar hart erarbeitet, mit den drei Punkten schob sich Borussia Dortmund allerdings auf Platz vier der Bundesliga. „Wir nehmen die Punkte mit. In der aktuellen Situation sind diese ungemein wichtig. Die Art und Weise interessiert in ein paar Wochen niemanden mehr“, sagte der BVB-Sportdirektor im Nachgang des Auswärtsspiel bei der SGE. Nun muss Dortmund in der Bundesliga nachlegen. Am Samstag (15.30 Uhr) erwarten die Westfalen zum kleinen Revierderby den VfL Bochum. Unter der Woche, am Mittwoch (21 Uhr) absolviert der BVB das unbedeutende Champions-League-Spiel beim dänischen Meister FC Kopenhagen. Das Achtelfinale hat Dortmund bereits mit dem 0:0 gegen Manchester City am fünften Spieltag gebucht.

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