1. torgranate
  2. Region
  3. Frankfurt
  4. A-Liga Offenbach 1

Spielabbruch nach Schlägerei in Kreisliga-Partie

Erstellt:

Von: Tino Weingarten

Spielabbruch Themenbild.
In Dietzenbach wurde eine Partie in der Kreislig A nach zwei Platzverweisen und einer Schlägerei abgebrochen. © dpa

Unschöne Szenen spielten sich am Sonntag in der A-Liga Offenbach ab. Die Partie zwischen Al Amal Dietzenbach und Türkgücü Dietzenbach wurde in der Schlussphase abgebrochen, nachdem zwei Platzverweise in eine Schlägerei gemündet waren.

Beim Stand von 2:2 soll ein Zweikampf dazu geführt haben, dass ein Spieler von Al Amal ausrastete und zunächst mehrfach seinen Gegenspieler getreten haben soll. Dieser habe sich daraufhin gewehrt. Der Schiedsrichter zeigte beiden Akteuren die Rote Karte, weshalb es zu weiteren Tumulten kam. Ein Zuschauer soll dem Unparteiischen daraufhin die Karte aus der Hand geschlagen haben. Der Schiedsrichter brach das Spiel ab.

Spielabbruch nach Schlägerei: Jörg Wagner bezieht Stellung

„Ich habe mit dem Schiedsrichter Rücksprache gehalten. Beide Spieler hätten sich einen Schlagabtausch geliefert und es kam zu Tumulten. Alles andere ist nach dem Spiel passiert, das hat der Schiedsrichter nicht mitbekommen“, sagt Offenbachs Kreisfußballwart Jörg Wagner. In einem Polizeibericht des Polizeipräsidiums Südosthessen hieß es am Montag nämlich, dass eine Schlägerei unter 30 Personen gemeldet worden sei. „Nach ersten Erkenntnissen bekam der 27-Jährige bei dem Fußballspiel die Rote Karte, woraufhin er auf den Schiedsrichter eingeschlagen haben soll“, steht im Polizeibericht. Das dementiert Wagner vehement: „Auf den Schiedsrichter wurde nicht eingeprügelt.“

Die Geschehnisse wird Wagner natürlich dennoch aufarbeiten: „Dass sowas passiert, ist schlimm genug. Wir werden uns Maßnahmen überlegen, was nun passieren soll. Denn wir wollen nicht, dass es so weitergeht.“ Die Polizei stellte die Personalien der beiden im Bericht benannten Mittäter fest, woraufhin diese vor Ort freigelassen wurden. Neben der Strafverfolgungsbehörde wird das Sportgericht über die Wertung der Partie, die nach 79 Minuten abgebrochen wurde, und entsprechende Spielsperren entscheiden.

„Es gibt Dinge, da kann ein Verein nichts für. Aber wenn ein Verein in den letzten zwölf Monaten häufiger auffällig wurde, sollte er irgendwann einmal aufwachen“, betont Wagner. Zuletzt wurde eine Partie mit Beteiligung Al Amal Dietzenbachs bei einem Relegationsspiel im Juni abgebrochen, als sich zwei Al Amal-Akteure untereinander prügelten. (Lest auch: Zwei Verlierer, sechs Punkte Abzug, 18 Spiele Sperre)

Auch interessant