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Spektakel garantiert an der bayerischen Landesgrenze

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Von: Steffen Kollmann

Niko Schreiner SC Motten
Niko Schreiner und der SC Motten sorgen in der A-Liga Fulda/Rhön bisweilen für Spektakel. © Memento36

Kaum eine Liga scheint so ausgeglichen zu sein wie die A-Liga Fulda/Rhön, die zahlreiche potenzielle Aufstiegskandidaten zu bieten hat. Als einziges Team ungeschlagen ist aber ein Verein aus dem Tabellenmittelfeld: der SC Motten.

Noch kein Spiel verloren, aber nur Tabellenzehnter: Das hat einerseits damit zu tun, dass der SCM teils fünf Spiele weniger als die Konkurrenz bestritten hat. Aber auch an den drei jüngsten Unentschieden, in denen Spektakel garantiert war. Gegen Büchenberg gab es zweimal ein 3:3 – einmal reichte eine 2:0- und 3:1-Führung nicht, zuletzt gar ein 3:0. Aber die Mottener haben auch Nehmerqualitäten: 4:4 hieß es zuletzt im Ulstertal, ein Zwei-Tore-Rückstand wurde wettgemacht.

„Trotzdem waren wir uns nicht so richtig sicher, ob wir uns freuen sollten oder ärgern mussten – zumal wir das 5:4 noch auf dem Fuß hatten. Als Verantwortlicher bin ich aber einfach froh über die Moral der Jungs“, betont Marius Müller, Sportlicher Leiter und Spieler in Personalunion. Der 28-Jährige weiß allerdings ganz genau, wo der Rotstift anzusetzen ist. In jeder Partie erzielte Motten Minimum drei Tore, aber defensiv sind es zu viele Gegentreffer: 13 in fünf Spielen, weshalb sich nur der neutrale Zuschauer so richtig freuen kann.

Siege in den Nachholspielen würde SC Motten in die Spitze katalpultieren

„Wir kriegen die Gegentore viel zu einfach, gerade nach Standards“, analysiert Müller, der mit der Ausbeute von neun Punkten aber durchaus einverstanden ist. Durch Spielverlegungen der Gegner Gersfeld und Langenbieber sowie des Gewitterabbruchs gegen Schmalnau/Hettenhausen hinkt Motten dem Spielplan etwas hinterher, weshalb nun viele Doppelspieltage auf die Mannschaft von Marius Gruber zukommen. Eine Belastungsprobe für die junge Mannschaft, die regelmäßig aus fünf U20-Spielern besteht.

„Man hört es ja ganz oft, dass Vereine sagen, dass sie mit Spielern aus dem Dorf etwas erreichen wollen. Bei uns wird dieses Motto aber wirklich gelebt. Viele Jungs haben andere Angebote ausgeschlagen, um mit ihren Kumpels zu kicken“, ist Müller stolz auf die Entwicklung. Die Mannschaft soll langfristig zusammengehalten werden, dann können in Zukunft größere Ziele als ein Platz unter den Top fünf ausgegeben werden.

SC Motten auf Kreisoberliga-Niveau wäre ein Novum

Es wäre ein Novum, auf Kreisoberliga-Niveau hat der SC Motten noch nicht gespielt. Dass der Weg in die richtige Richtung führt, hat auch mit der Kooperation mit dem DJK Kothen zu tun. Offiziell wird der SCM zwar weiterhin als eigenständiger Verein geführt – da Motten dem Hessischen Fußball-Verband angehört und Kothen dem Bayerischen –, im Hintergrund wird die Zusammenarbeit an der hessisch-bayerischen Grenze aber hervorragend gelebt. „Hut ab, wie diese zwei Vereine zusammengewachsen sind. Wir sehen uns als Spielgemeinschaft, die das beste war, was dem Verein passieren konnte“, unterstreicht Müller.

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