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SC Motten so oft im Einsatz wie der FC Bayern

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Von: Steffen Kollmann

Der SC Motten um Spielertrainer Marius Gruber (links, gegen Reulbach/Brands Andreas Gutmann) steht vor kräftezehrenden Wochen.
Der SC Motten um Spielertrainer Marius Gruber (links, gegen Reulbach/Brands Andreas Gutmann) steht vor kräftezehrenden Wochen. © Memento36

Für kurze Zeit mussten die Fußballer des SC Motten befürchten, zwei Spiele in nur 24 Stunden austragen zu müssen. Grund: Die vielen Ausfälle in der A-Liga Fulda/Rhön und das heute (19 Uhr) stattfindende Spiel im Fuldaer Kreispokal gegen Johannesberg.

Ein Heimspiel gegen einen Verbandsligisten sollte eigentlich ein Highlight sein. So richtig gelegen kommt dem SC Motten das Pokalduell gegen die SG Johannesberg aber nicht – wenngleich der Worst Case abgewendet werden konnte und das Nachholspiel des vergangenen Wochenendes bei Dipperz/Dirlos II, das zwischenzeitlich für den morgigen Donnerstag angesetzt war, in den Oktober verschoben wurde. Genauer gesagt, am 28. Oktober soll die Partie steigen – vorher gibt es schlicht und ergreifend keinen anderen Termin.

A-Ligist SC Motten spielt achtmal im Oktober - wie der FC Bayern

Womit die Problematik schnell erklärt wäre. In der A-Liga Fulda/Rhön – mit 17 Vereinen die größte Spielklasse der Region Fulda – fielen am vergangenen Wochenende vier Spiele der Witterung zum Opfer. Motten hat genau wie Schmalnau/Hettenhausen die wenigsten Partien absolviert, beide müssen noch 24 Spiele über die Bühne bringen. Zum Vergleich: Kein Verbands- oder Gruppenligist hat mehr Partien vor der Brust.

Die Folge bei Motten: viele Doppelspieltage. In den vier Oktober-Wochen tritt der SCM – übrigens die einzige ungeschlagene Mannschaft der A-Liga Fulda/Rhön – achtmal an. Genauso oft wie der FC Bayern, der aufgrund der Winter-WM in Katar und des straffen Zeitplans unter der Woche immer gefordert ist. Die Rechnung mit Motten geht aber nur auf, sofern in der Rhön die Witterung mitspielt. Denn wenn einige Plätze Mitte September schon zu kämpfen haben, stellt sich die Frage, ob alle Spiele im Oktober oder November – bis zum zweiten November-Wochenende stehen Spieltage an – ausgetragen werden können.

Bis Jahresende sollen alle Hinrundespiele ausgetragen werden

„Man steckt nicht drin, wir können nur das Beste hoffen. Das Wetter wird sicherlich nicht ständig so bleiben wie zuletzt“, sagt Klassenleiter Uwe Gelhard, der vom Kreisfußballausschuss die Vorgabe erhalten hat, alle Hinrundenspiele bis Jahresende über die Bühne zu bekommen. Auch für eine mögliche Wertungsgrundlage, sollte die Corona-Pandemie im Winter erneut zuschlagen. „Notfalls würden wir die letzten Spiele auf Kunstrasenplätzen austragen, sofern es nirgendwo anders gehen sollte“, betont Gelhard.

Unbedingt vermeiden wolle es der Klassenleiter, Vereine ob des straffen Zeitplans dreimal in einer Woche antreten zu lassen. „Dass Motten noch so viele Spiele absolvieren muss, liegt auch daran, dass der Verein bei der Rundenbesprechung viele Spielverlegungen akzeptiert hat. Der Spielplan ist verzerrt, manche Vereine haben drei Spiele weniger als andere. Das stellt mich nicht zufrieden.“

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