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Borussia Fulda distanziert sich von Nazi-Symboliken

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Borussia Fulda äußert sich angesichts erhobener Vorwürfe zur Nazi-Symbolik im Fuldaer Stadion. © Charlie Rolff

Angesichts erhobener Vorwürfe im Rahmen der medialen Berichterstattung über die angebrachte Nazi-Symbolik im Fuldaer Stadion nimmt der SC Borussia Fulda wie folgt Stellung.

Wir distanzieren uns von Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung jedweder Art ganz deutlich im Namen aller Mitglieder, Fans, Sponsoren und Engagierten. Unser Verein steht für Toleranz und Integration. Der SCB verurteilt die Verbreitung verfassungsfeindlicher Symboliken stets auf das schärfste; so auch im Fuldaer Stadion, welches ausschließlich eine Stätte für Sport und Begegnung sein sollte. Volksverhetzende und menschenverachtende Darstellungen und Taten haben keinen Platz in unserem Verein, in unserer Stadt, in unserer Gesellschaft. (Lest hier: Nazi-Symboliken im Fuldaer Stadion)

Unglücklicherweise erfolgt in der Öffentlichkeit und den Medien die Verarbeitung dieses Ereignisses in einer unzureichend differenzierten Art und Weise. Die Vermischung zweier verschiedener Sachverhalte erweckt hierbei den Eindruck, dass der untragbare Vorfall auf eine Fan-Rivalität in unserem städtischen Fußball zurückzuführen sei. So gibt es tatsächlich eine aus der Entstehungsgeschichte der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz resultierende Rivalität unserer beider Fanlager. Diese wird mit dem in Fanszenen üblichen Gepflogenheiten, wie dem Kleben und Überkleben von Aufklebern, ausgetragen. Im Rahmen dessen über einen rechtsextremistischen Hintergrund von Fußballfans zu mutmaßen, weil an einem öffentlich zugänglichen Ort diese Fußball-Aufkleber neben volksverhetzenden Symbolen zu finden sind, greift zu kurz, zeichnet ein falsches Bild der Fußballfans unserer städtischen Vereine und wird insbesondere der Bedeutung der Sache nicht gerecht.

Wir befürworten ausdrücklich eine umfassende Ermittlung und Identifikation der Verantwortlichen durch die zuständigen Stellen und wünschen uns, dass auf öffentlich geäußerte Verdächtigungen ohne Grundlage, die nachhaltig den Ruf Einzelner beschädigen könnten, verzichtet wird. Wir laden die Medien dazu ein, ihrer Verantwortung nachzukommen und möglichst zur Aufklärung beizutragen.

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