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Peikert trifft der alten Liebe ins Herz

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Von: Johannes Götze

Germanias Torschütze zum 1:0, Jan-Patrick Hoffmann, lässt sich von seinen Mitspielern herzen.
Germanias Torschütze zum 1:0, Jan-Patrick Hoffmann, lässt sich von seinen Mitspielern herzen. © Charlie Rolff

Ausgerechnet Timo Peikert hat Borussia Fulda den Sieg im Stadtduell zum Auftakt der A-Liga Fulda vor der Nase weggeschnappt: Der Spielertrainer von Germania Fulda sorgte mit dem Treffer zum 3:3 für den gerechten Endstand.

Irgendwann Mitte der zweiten Halbzeit hatte Peikert genug: Sein Team lag 2:3 zurück, was den ehemaligen Kapitän von Borussia Fulda anstachelte, er fortan nicht mehr den Abwehrchef, sondern den Spielmacher gab. Und er belohnte sich, sein abgefälschter Fernschuss landete im Tor. Den Jubel verkniff er sich nicht – und doch sagte er nachher, „dass Borussia natürlich noch einen Platz in meinem Herzen hat. 15 Jahre haben Spuren hinterlassen und das Wiedersehen macht immer Spaß“, sagte Peikert, der in seiner Spielanalyse die gleichen Worte wie sein Gegenüber Marko Karamatic fand.

Beide Trainer waren vom Tempo angetan, sahen ein Spiel auf höchstem A-Liga-Niveau mit leistungsgerechtem Ausgang. Vor der Pause spielte Borussia Fulda die hohe Individuelle Qualität gut aus. Bestes Beispiel der 1:1-Ausgleich, als Mark Jaksch einen genialen Steckpass auf Torschütze Jan Hoffmann spielte. Oder der erste von zwei herrlichen Distanztreffern durch Neuzugang Marko Curic.

Konditionsprobleme bei Borussen

Doch nach der Pause hatte Borussia offensichtliche Konditionsprobleme. Für Karamatic ein hausgemachtes Problem: „Ich habe das schon in der Schlussphase der Vorbereitung angemerkt. Jetzt haben wir spielfrei und werden daran arbeiten. Beispielsweise wussten wir um Timos Stärke bei Distanzschüssen, kamen aber nicht mehr zum Ball.“ Deswegen konnte auch er nicht zufrieden sein, zumal Curic das Spiel im Konter hätte entscheiden können, aber nur den Pfosten traf (72.).

Peikert wollte in der Schlussphase aber ebenfalls den Sieg, blieb nach seinem Treffer zum 3:3 vorne und hatte sogar noch eine Halbchance, als er den Ball nicht richtig traf. Es wäre des Guten zu viel gewesen. Toll war das Ambiente im überaus fairen Stadtderby, was nicht zuletzt am starken Schiedsrichter Johannes Frohnapfel lag.

Die Statistik:

SC Borussia Fulda: Soudi; Kusturic, Chatne, Wolff, Chaala – Jaksch, Thiele – Schröder, Schmitt, Curic – Cravener (Karabuldak, Enders).
FSV Germania Fulda: Lamparter; Vatic, Peikert, Nivokazi, Imeri – Hoffmann, Horn – Eichler, Xhaferi, Hoyndorf – Arendt (Berhane Teklehaimanot, Gerchard, Marek).
Schiedsrichter: Johannes Frohnapfel (SV Welkers).
Zuschauer: 180.
Tore: 0:1 Jan Hoffmann (14.), 1:1 Nico Schröder (17.), 2:1 Marko Curic (42.), 2:2 Andrej Arendt (49., Foulelfmeter), 3:2 Marko Curic (52.), 3:3 Timo Peikert (82.).

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