Luke Stephan (rechts, hier im Duell mit David Köcher von Horas II) und die SG Löschenrod können den Sekt kaltstellen. Foto: Charlie Rolff
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Luke Stephan (rechts, hier im Duell mit David Köcher von Horas II) und die SG Löschenrod können den Sekt kaltstellen.

Kurz vor Titelgewinn

Gerhard erteilt Feierverbot

Die SG Löschenrod kann den Sekt kaltstellen: Nach dem 3:0 (1:0)-Sieg gegen Horas II steht dem Titelgewinn in der A-Liga Fulda nichts mehr im Wege. Denn: Die Verantwortlichen gehen fest davon aus, dass dem Team noch von einem Sportgerichtsurteil profitieren wird.

Selbst dann, falls das Sportgericht in den kommenden Tagen den Löschenrodern noch erwartete drei Punkte aus dem Johannesberg-Spiel vor Wochenfrist zugesteht. Denn bekommt Löschenrod diese gutgeschrieben, müsste die Gerhard-Truppe am letzten Spieltag mit mindestens neun Toren Differenz bei der SGMarbach/Dietershan verlieren, um doch nicht Meister der A-Liga Fulda zu werden.

„Wir wollen uns auf niemanden verlassen und es am Sonntag selbst in Marbach richten“, sagt Gerhard und fügt an: „Ganz schnell liegst du da vielleicht 0:2 hinten und du fängst das Nachdenken an.“ Entscheidet das Sportgericht nicht für Löschenrod, würden Löschenrod, Marbach/Dietershan und Oberrode punktgleich in den letzten Spieltag gehen. Mehr geht nicht.

Dass Gerhards Elf gegen Horas II einen souveränen Sieg einfuhr, hatte sie zwei Standards zu verdanken: Die erste brachte Ex-Trainer Tony Rausch hervorragend aus dem Halbfeld Richtung langen Pfosten und Paul Bryski sagte artig danke. Der Zeitpunkt in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hätte nicht besser sein können. Und weil Brylski Gefallen am Toreschießen fand, versenkte er kurz nach dem Seitenwechsel einen direkten Freistoß aus rund 25 Metern. Die Partie war gelaufen. Dass das Spiel in die andere Richtung hätte kippen können? Eigentlich zu keinem Zeitpunkt denkbar, denn Löschenrod hatte Chancen für eine Halbserie und scheiterte wieder und wieder am überragenden 20-jährigen FVH-Schlussmann Joshua Lenk.

Ein Lob verdiente sich zweifelsohne der Schiedsrichter: Markus Schel hatte insbesondere in der ersten Halbzeit aufgrund der hochstehenden Horaser und der immer wieder steil in die Spitzen spielenden Löschenroder Schwerstarbeit zu verrichten. Bei zahlreichen kniffligen Abseitsentscheidungen lag er durchweg richtig, weil er selbst ein unfassbar hohes Laufpensum ging. Die Rote Karte kurz vor Schluss hätte er sich am liebsten selbst gespart, doch Niklas Jehns Beleidigung gegen einen Gegenspieler war unter der Gürtellinie und deutlich hörbar. „Da hat dann der Schiedsrichter natürlich keine Wahl“, musste sein Trainer Mirko Gerhard eingestehen. Es war der einzige Wermutstropfen.

Die Statistik:

SG Löschenrod: Jürgens; Brylski, Jehn, Weisbeck, Phitnok, Klatzka, Stephan, Ristevski, Sautner, Gerhard, Rausch (Laube, Müller, Vogel).
FV Horas II: Lenk; Mehler, Maurer, Hellinger, Winter, Zaryouh, Durin, Asad, Köcher, Kabezki, Hack (Sawatzky, Burkard).
Schiedsrichter: Markus Schel (SG Steinau).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Paul Brylski (45.+1), 2:0 Paul Brylski (55.), 3:0 Fabian Laube (86.)
Rote Karte: Niklas Jehn (Löschenrod) wegen Beleidigung eines Gegenspielers (82.).

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