Dennis Jülch vom SV Unterhaun (links) und Michael Kajukin von Kirchhasel trennten sich 1:1.
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Dennis Jülch vom SV Unterhaun (links) und Michael Kajukin von Kirchhasel trennten sich 1:1.

Unterhaun und Kirchhasel remis

Kein Sieger, aber drei Abschiede

Am letzten Spieltag der A-Liga Hünfeld/Hersfeld haben sich der SV Unterhaun und der SV Kirchhasel schiedlich friedlich mit einem 1:1 (0:0)-Unentschieden getrennt. Nach Schlusspfiff gab es Abschiede auf beiden Seiten. Das Spiel rückte in den Hintergrund.

Mit Adrian Bohle (Wechsel) und Daniel Pfromm (Karriereende) verlassen zwei tragende Säulen den SV Unterhaun nach der Saison. "Wir wollten beiden mit den Auswechslungen einen würdigen Abschied geben. Ich denke, das ist uns gelungen", meinte Unterhauns Spielertrainer Fabian Kallee. Der Fokus lag nach Schlusspfiff auch ein bisschen auf der Verabschiedung, denn spielerisch bot die Partie nicht sonderlich viel. Kein Schuss aufs Tor in Hälfte eins, immerhin mehr davon in Durchgang zwei. Aber selbst das 1:0 für Unterhaun war kein wirklicher Torschuss. Timo Lorenz hob den Ball auf das Tor, und Markus Weber wollte den Ball fangen, ließ ihn aber irgendwie durch und legte sich das Leder selbst in den Kasten (55.). "Wir wollten für ihn noch den Ausgleich schießen, weil er eine überragende Saison gespielt hat", sagte Kirchhasels Spielertrainer Mario Henning, der sich in Richtung Mackenzell verabschiedet.

"Es waren vier sehr schöne Jahre hier. Es ist schwer in Worte zu fassen, weil ich sehr viel erlebt habe. Es ist ein toller Club", so Henning, der die Mannschaft in der kommende Woche noch zu seinem Polterabend nach der Hochzeit einlädt. Dem Club treu bleibt auf der anderen Seite Kallee, der mit 27 Toren Torschützenkönig wurde. "Es ist ein Zeichen, dass ich Leistung bringen kann. Aber mir wäre Platz eins lieber. Ich stecke weiterhin alles rein", meinte Kallee. Platz eins war theoretisch noch drin, aber dafür hätte Burghaun verlieren und Unterhaun gewinnen müssen. Beides ist nicht eingetreten, weil Kirchhasel durch Michael Kajukin zum Ausgleich kam (84.). Eine sehenswerte Kombination mit exzellenter Hacken-Ablage von Janik Kiefer ging dem voraus. "Herzlichen Glückwunsch an Burghaun, die Meisterschaft ist verdient. Und Kompliment an Kirchhasel, sie haben es sehr gut gemacht", gab Kallee zu.

Nun richtet sich der Blick also auf die neue Saison. Der SVU wird Stand heute so zusammenbleiben. Zugänge sind unwahrscheinlich. Wegen der zwei Abgänge gehe zwar Qualität verloren, aber das soll durch das Kollektiv aufgefangen werden. "Wir wollen die A-Jugend-Spieler einbinden und auf einheimische Spieler bauen. Aber wir werden nächste Saison wahrscheinlich nicht ganz oben mitspielen können", blickte Kallee voraus. Der SVU scheiterte in den vergangenen Jahren immer knapp am Aufstieg. Corona kam dazwischen, aber auch Pech. Oftmals waren es nur wenige Punkte Rückstand auf die Aufsteiger - wie in diesem Jahr auch.

Statistik

SV Unterhaun: Welle - Peters (68. N. Krebs), Trost, Pfromm, Jülch, Söllner (46. Führer) - Nuhn, Kappe - Lorenz, Bohle (74. Schirmer), Kallee.
SV Germania Kirchhasel: Weber - Rausch, Göbel, Henning, Wiegand - Kiefer (85. S. Vogt), Möller, Ruschke, Kajukin - T. Vogt, Richter (63. Krause).
Schiedsrichter: Mischa Ristic (SG Barockstadt Fulda-Lehnerz).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Markus Weber (55., Eigentor), 1:1 Michael Kajukin (84.).

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