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„Mini“ am Platz soll‘s nicht mehr geben

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Von: Tobias Konrad

Michael Brählers Engagement beim SV Kirchhasel begann beim Abend des 100-jährigen Bestehens des Vereins.
Michael Brählers Engagement beim SV Kirchhasel begann beim Abend des 100-jährigen Bestehens des Vereins. © Verein

Mit Michael Brähler stellte der SV Germania Kirchhasel in der vorigen Wochen einen fast gänzlich unbekannten Trainer vor. Dass der 51-Jährige beim A-Ligisten vorstellig wird, brauchte ein bisschen Zeit.

Nicht ein Mal, sondern zwei Mal musste der Vorstand bei Brähler anfragen. Zuerst lehnte „Mini“, wie er seit jeher genannt wird, ab. Die Schichtarbeit lasse ein vernünftigtes Ausüben des Traineramts nicht zu. Doch Kirchhasel blieb hartnäckig – und wurde dafür belohnt. „Das gesamte Führungsteam steht voll hinter dem Verein. Das macht die Sache leichter“, schildert Brähler, dessen Erfahrungen im Trainer-Dasein noch begrenzt sind. Bei „seinem“ SC Soisdorf sprang er für rund neun Monate interimistisch als Teil eines Trainerteams ein, ansonsten war er ab und an im Juniorenbereich tätig.

Mit 48 Jahren noch in der A-Liga aktiv

Ganz anders war er als aktiver Spieler. Beim Heimatverein, dem SCS, wirkte er lange. Bis vor drei Jahren, im Alter von 48, kickte er noch in der A-Liga. In den Neunzigerjahren schnürte er zudem für die Germania schon die Schuhe und verbrachte sechs Jahre in Kirchhasel. Die Erinnerungen daran? „Durchweg positiv. Wir haben Bezirksoberliga gespielt. Schöne Gesichten sind dabei entstanden“, sagt Brähler. So kam es, dass bei seiner Vorstellung viele ehemalige Kollegen vor Ort waren. Der Kontakt zum SVG sei ohnehin nicht abgerissen, den Sportplatz besuchte er einige Male.

Ganz intensiv wurde der Kontakt aber erst bei einem Ehemaligen-Abend zum 100-jährigen Bestehen. Brähler gab sein Wort, dass er helfen würde, sofern dies notwendig sei. Drei Jahre später ist es nun der Fall. In den ersten Trainingseinheiten gewann er einen guten Eindruck seiner Mannschaft, mit der er einen einstelligen Tabellenplatz erreichen will. Die Mittel dafür? Zusammenhalt und Wille. „Damit lassen sich manchmal Berge versetzen.“ Er weiß, wovon er redet. Trotz Verletzungen kickt er immer noch bei den Alten Herren des SV Wölf. In Kirchhasel will er dies aber nicht mehr. Nur Training reicht. Zumal er das eine oder andere Mal mit Sohn David joggen gehen muss. „Leider“, sagt Mini. Denn beim Hünfelder SV ist sein Sohn von Verletzungen geplagt, fällt erneut mit langwierigen Problemen aus. „Deshalb müssen wir immer mal zusammen laufen gehen. Für ihn steht an oberster Stelle, vollends gesund zu werden. Dann wird er seinen Platz finden.“

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