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Gavos legt die Hand ins Feuer und fordert Improvisationskünstler

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Von: Tobias Konrad

Der hoffnungsvolle Blick von Burghauns Raphael Seifert (rot) geht in Richtung Meistertitel. Ein Sieg gegen Soisdorf muss her. Vielleicht leistet der SV Kirchhasel um Georg Weißmüller Schützenhilfe und punktet gegen Burghauns Verfolger SV Unterhaun.
Der hoffnungsvolle Blick von Burghauns Raphael Seifert (rot) geht in Richtung Meistertitel. Ein Sieg gegen Soisdorf muss her. Vielleicht leistet der SV Kirchhasel um Georg Weißmüller Schützenhilfe und punktet gegen Burghauns Verfolger SV Unterhaun. © Charlie Rolff

Vier Jahre gehört der SV Rot Weiß Burghaun nun der A-Liga Hünfeld/Hersfeld an. Am späten Samstagnachmittag möchte der RWB wieder Kreisoberligist sein. Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein.

So mancher Urlaubstag ist für eine Meisterfeier schon geopfert worden. In Burghaun, oder vielleicht doch Unterhaun, wird das wohl nicht notwendig sein. Pfingsten sei dank kann der Sonntag und Montag ausgiebig begangen werden. Obendrauf feiern die Rot-Weißen in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen. Also alles gerichtet? „Von Mannschaftsseite ist überhaupt nichts geplant. Sollte es so kommen, fordere ich unsere Improvisationskünstler auf“, gibt Kapitän Janis Gavos preis. Der 30-Jährige ist Burghauner durch und durch, hat die Kreisoberligazeiten noch bestens in Erinnerung. Um dorthin zurückzukehren, tue die Mannschaft alles, wie Gavos sagt.

„Ich lege meine Hand ins Feuer, dass der Freitagabend sehr geruhsam bei den Jungs wird. Wir sind alle total fokussiert. Zudem bestärken mich die vergangenen Trainingswochen. Was wir abziehen, wie sehr wir es alle wollen, ist spürbar.“ Und sichtbar, wie beim 3:1 zuletzt beim Spitzenspiel in Wölf. „Wir sind da und wir sind fit.“ Was es gegen Soisdorf (15.30 Uhr) braucht? Einzig der Blick auf sich selbst. Der SCS soll in seinem letzten Spiel vor der Spielgemeinschaft mit Rasdorf nicht zum Stolperstein werden. Gavos fordert die Einstellung wie in Wölf, „denn dann passiert gar nichts. Wir haben immer ausreichend Chancen, müssen diese nur deutlich besser nutzen.“ Wäre dies nicht so wie es ist, ist sich der Kapitän sicher, dass bereits seit Wochen die Meisterschaft stehen würde. So rutschte Unterhaun immer näher heran. Auf drei Punkte aktuell. Es benötigt für den SVU aber ein Wunder. Burghaun wird das tunlichst verhindern wollen.

Showdown 2.0 in Fulda/Lauterbach

Das Saisonfinale in der A-Liga Fulda/Lauterbach – es hätte großartig werden können. Der TSV Ilbeshausen und der SV Großenlüder II hätten im direkten Duell den Meister ausgemacht. Der ursprüngliche letzte Spieltag wurde jedoch vorgezogen auf Ostern, Großenlüders Reserve siegte 3:1. „Fast ein bisschen schade“, findet Ilbeshausens Trainer André Wohnig, der mit seinem Team die besseren Karten hat. Ein Sieg bei der FSG Vogelsberg II reicht zum Titel und dem Aufstieg in die Kreisoberliga. Gerüchte kamen auf, dass der TSV diesen nicht wahrnehmen möchte. Wohnig entgegnet, „dass die Tendenz klar zur Kreisoberliga geht. Ich wünsche es dem Verein.“

Der Trainer verlässt den Club Richtung Müs, sein Herz hat er aber an Ilbeshausen verloren. „Sie standen mir stets zur Seite. Deshalb werde ich immer ein Auge auf den TSV haben.“ Und vielleicht darf er als Meistertrainer gehen. Die Nervosität komme wohl erst am morgigen Spieltag. „Vogelsberg wird uns nichts schenken. Aber es kann nicht negativ für uns werden. Was haben wir zu verlieren? Absteigen können wir nicht“, sagt Wohnig, dessen Team unter der Woche von Erkältungen geplagt war.

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