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18 Treffer für den „insgeheimen Wunsch“

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Von: Ralph Kraus

Geschafft: Steffen Riedel von der SG Kleinlüder/Hainzell holte sich die Torjägerkrone der A-Liga Lauterbach/Fulda
Geschafft: Steffen Riedel von der SG Kleinlüder/Hainzell holte sich die Torjägerkrone der A-Liga Lauterbach/Fulda © Ralph Kraus

Es war ein packendes Rennen um die Torjägerkrone in der A-Liga Fulda/Lauterbach. Erst am letzten Spieltag zog Steffen Riedel das entscheidende Ass aus dem Ärmel, als er beim 4:0 seiner SG Kleinlüder/Hainzell gegen Pfordt drei Tore erzielte und sich auf Platz Eins nach vorne schoss.

„Jannik Braun aus Grebenhain hat an diesem Tag nur noch ein Mal getroffen, so dass ich an ihm vorbeigezogen bin. Und weil auch Yannik Schell aus Nieder-Moos nicht mehr getroffen hatte, war ich am Ende Torschützenkönig“, freut sich Riedel über den Erfolg mit 18 Saisontoren. „Na klar, denn das macht mich schon ein bisschen stolz. Insgeheim hatte ich mir das immer schon mal gewünscht, ohne dass das für mich eine große Priorität gehabt hätte. Wenn wir mit zwei Mann alleine auf das Tor zugelaufen sind, dann habe ich den Ball auch gerne rüber gelegt. Hauptsache, wir haben das Tor gemacht“, betont der 33-Jährige.

Kreisoberliga-Aufstieg „wäre schon nochmal so ein Ziel“

Einmal war Riedel schon ganz dicht dran war am großen persönlichen Erfolg. 2017 war das, als Abdullah Özsuvaci (damals bei der SG Sickels) aber letztlich den längeren Atem hatte. 37 Saisontreffer reichten Riedel damals nicht aus. Der Elektriker ist ein „echtes“ Kind der Spielgemeinschaft – er hat immer für die SG Kleinlüder Fußball gespielt. Vor 2008 in der Eigenständigkeit, seit dem Zusammenschluss 2008/2009 im Namen von Kleinlüder/Hainzell. Da passt es auch irgendwie ins Bild, dass der Kleinlüderer mittlerweile seinen Wohnort nach Hainzell verlegt hat.

Die Heimat des Vereins ist seit dem Zusammenschluss immer die A-Liga Fulda/Lauterbach. Nur als die beiden Clubs noch eigenständig waren, gab es kurze Episoden auf dem Niveau der Kreisoberliga. Von 1983 bis 1990 in Kleinlüder, später von 1998 bis 2000 in Hainzell.

Ganz ehrlich? Ich hatte noch nie das Bedürfnis, den Verein zu verlassen und mal woanders zu spielen. Ich fühle mich einfach wohl.

Steffen Riedel

„Das wäre schon nochmal so ein Ziel“, gibt Riedel zu. „Aber wir sind leider nicht beständig genug. Gegen bessere Mannschaften sehen wir meistens gut aus, aber dafür lassen wir gegen Gegner auf unserem Level oder vermeintlich unter uns stehende Mannschaft immer wieder zu viel liegen“, hadert der Stürmer, der in der ersten Mannschaft gemeinsam mit Bruder Pascal und den beiden Cousins Marvin und Nico Riedel spielt.

Eines macht seine SG Kleinlüder/Hainzell besonders stark. „Die Kameradschaft, denn die sorgt für ein Heimatgefühl. Ganz ehrlich? Ich hatte noch nie das Bedürfnis, den Verein zu verlassen und mal woanders zu spielen. Ich fühle mich einfach wohl“, sagt Riedel, der sein Team wie folgt einschätzt: „Manchmal könnten wir durchaus dem Fußball das ein oder andere unterordnen. Aber insgesamt ziehen hier alle an einem Strang, machen ein super Training. Wir müssten aber vor allem dazulernen, was die Nervosität in bestimmten Situationen angeht.“

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